Das Benutzerkonto-Audit konfigurieren

Lokale Benutzerkonten auf Sicherheitsprobleme prüfen

Das Benutzerkonto-Audit konfigurieren

Dialog Check hinzufügen auf ADVENTURE-WEB01 mit ausgewähltem Benutzerkonto-Audit. Anzeigename mit Benutzerkonto-Audit vorbelegt. Bei gesperrten Konten warnen und Bei aktiviertem Standard-Admin warnen sind beide aktiviert. Max. inaktive Tage ist 90. Unter Erweitert ist Systemkonten pruefen deaktiviert. Die Schaltfläche Check hinzufügen ist hervorgehoben.

Das Benutzerkonto-Audit prüft lokale Benutzerkonten auf einem Gerät — gesperrte Konten, inaktive Benutzer und das Standard-Administratorkonto. Er hilft dir, Sicherheitshygiene-Probleme wie ruhende Konten zu erkennen, die entfernt werden sollten.

Unter Windows kommen Identitäten aus aktuellen Konsolen- und RDP-Anmeldungen hinzu, einschließlich Domänenkonten. Der Check liest nicht das gesamte Active Directory aus. Als aktuell angemeldet erkannte Konten sind von Inaktivitätswarnungen ausgenommen, nicht von anderen Warnregeln.

Voraussetzungen

  • Du benötigst die Berechtigung Monitoring-Check-Verwaltung.
  • Das Zielgerät muss einen verbundenen Agent haben.

Schritte

  1. Gehe zu Geräte und öffne das Gerät.
  2. Klicke auf den Tab ChecksCheck hinzufügenBenutzerkonto-Audit.
  3. Konfiguriere die Prüfregeln:
FeldTypErforderlichStandardBedeutung
Bei gesperrten Konten warnenSchalterNeinJaWarnung, wenn ein Benutzerkonto gesperrt ist
Bei aktiviertem Standard-Admin warnenSchalterNeinJaWarnung, wenn das integrierte Administrator-/Root-Konto aktiviert ist
Max. inaktive TageZahlNein90Warnung bei überschrittener Inaktivitätsdauer oder fehlendem lesbarem Anmeldedatum. Deaktivierte und unter Windows als aktuell angemeldet erkannte Konten sind ausgenommen; 0 deaktiviert die Prüfung.
Systemkonten prüfenSchalterNeinNeinSystem-/Dienstkonten in die Prüfung einbeziehen
Ausgeschlossene KontenListeNeinLeerKontonamen, die von der Prüfung ausgeschlossen werden. Unterstützt Platzhalter: * (beliebige Zeichen), ? (einzelnes Zeichen)
  1. Klicke auf Check hinzufügen.

Tipps

  • Gesperrte Konten können auf Brute-Force-Versuche hindeuten — untersuche, warum das Konto gesperrt wurde.
  • Die Standard-Admin-Warnung erkennt Server, auf denen das integrierte Administrator-Konto noch aktiviert ist. Best Practice ist, es zu deaktivieren und ein benanntes Admin-Konto zu verwenden.
  • Setze Max. inaktive Tage basierend auf der Richtlinie deiner Organisation. 90 Tage sind eine häufige Compliance-Anforderung. Solange der Wert über 0 liegt, wird ein aktiviertes Konto ohne lesbares Anmeldedatum mit Nie angemeldet oder letztes Anmeldedatum unbekannt markiert, sofern es nicht als aktuell angemeldet erkannt wird. Auch neue, noch nie verwendete Konten können hier auftauchen.
  • Lasse Systemkonten prüfen deaktiviert, es sei denn, du musst Dienstkonten gezielt prüfen. Systemkonten wie SYSTEM und LocalService sind nie interaktiv und lösen Fehlalarme aus.
  • Ausgeschlossene Konten findest du unter Erweitert; trage pro Eintrag einen Kontonamen ein. Nutze das Feld für Konten, die du bewusst behältst, etwa ein Notfall-Admin- oder ein Backup-Dienstkonto. Platzhalter sind erlaubt — svc-* erfasst jeden Namen, der mit svc- beginnt, und ? steht für ein einzelnes Zeichen. Groß- und Kleinschreibung spielt beim Abgleich keine Rolle, und ausgeschlossene Konten werden entfernt, bevor irgendetwas ausgewertet wird — sie fallen damit auch aus den Kontosummen heraus.

Nach dem ersten Check-Intervall siehst du das Ergebnis im Checks-Tab des Geräts.

Die Audit-Ergebnisse lesen

Öffne den Check im Checks-Tab, um zwei Ansichten zu sehen. Detail zeigt den letzten Lauf als Momentaufnahme: die Kontosummen (Gesamt, Aktiv, Admins, Gesperrt, Inaktiv) und die auffälligen Konten, hervorgehoben mit dem Grund, aus dem sie markiert wurden. Verlauf zeigt, wie sich das Audit über frühere Läufe verändert hat.

Den Trend im Zeitverlauf verfolgen

Die Verlaufsansicht stellt die Anzahl der Konten gesamt über frühere Läufe als Trendlinie dar. Die Zahl kann sich durch angelegte oder entfernte Konten ändern, unter Windows aber auch durch wechselnde angemeldete Identitäten. Es ist kein expliziter Hinzugefügt-/Entfernt-Wert; lies die Linie deshalb zusammen mit der Lauf-Tabelle darunter.

Unter dem Diagramm listet eine Tabelle pro Lauf jeden aufgezeichneten Lauf mit diesen Spalten auf:

SpalteBeschreibung
ZeitWann der Lauf stattgefunden hat
StatusDas Gesamtergebnis dieses Laufs (OK, Warnung, Kritisch oder Fehler)
KontenDie Anzahl der Konten gesamt für diesen Lauf — dieselbe Zahl, die in der Trendlinie dargestellt wird
AuffälligDie in diesem Lauf markierten Konten, jeweils mit ihrem Grund angezeigt (zum Beispiel gesperrt oder inaktiv); zeigt Keine, wenn der Lauf sauber war

Durch den Vergleich der Zeilen siehst du, wann ein Konto zum ersten Mal auftauchte oder markiert wurde, sodass du eine Veränderung der Trendlinie einem bestimmten Lauf zuordnen kannst.

Siehe auch: Benutzerkonto-Audit-Referenz