Einen Antivirus-Status-Check konfigurieren
Benachrichtigungen erhalten, wenn der Virenschutz veraltet oder deaktiviert ist

Ein Antivirus-Status-Check prüft, ob ein erkanntes Antivirenprodukt installiert ist, ob der Echtzeitschutz aktiviert ist und ob die Virendefinitionen aktuell sind. Veraltete Definitionen oder deaktivierter Schutz sind die häufigsten Gründe, warum Endgeräte trotz installierter Antivirensoftware kompromittiert werden.
Voraussetzungen
- Du benötigst die Berechtigung Monitoring-Check-Verwaltung.
- Das Zielgerät muss unter Windows laufen und einen verbundenen Agent haben.
- Der Check nutzt das Windows Security Center (WMI), um Antivirenprodukte abzufragen. Er funktioniert mit Windows Defender, Bitdefender, Sophos, ESET, SentinelOne, CrowdStrike und anderen Produkten, die sich beim Security Center registrieren.
Schritte
- Gehe zu Geräte und öffne das Gerät.
- Klicke auf den Tab Checks → Check hinzufügen → Antivirus-Status.
- Standardmäßig ist nur Echtzeitschutz erforderlich sichtbar. Aktiviere Erweiterte Optionen anzeigen, um die Schwellenwerte für Definitions- und Scan-Alter einzublenden.
- Konfiguriere die Schwellenwerte:
- Klicke auf Check hinzufügen.
Was der Check meldet
Das Check-Ergebnis enthält den Antivirenproduktnamen, ob es aktiviert ist, ob die Definitionen aktuell sind, den Echtzeitschutz-Status, das Definitionsalter (in Tagen), den Zeitpunkt des letzten Definitionsupdates sowie das Alter von Schnellscan und vollständigem Scan. Sind mehrere Antivirenprodukte installiert und ist mindestens eines aktiviert, wird das Ergebnis nur über die aktivierten Produkte aggregiert. Windows versetzt Windows Defender automatisch in den passiven Modus, sobald ein Drittanbieter-Virenschutz aktiv ist, und der Check lässt diesen passiven Defender aus dem Ergebnis heraus — aufgeführt werden also die Produkte, die den Schutz tatsächlich übernehmen. Ein deaktiviertes Drittanbieter-Produkt bleibt in der Liste, denn das ist ein echter Befund.
Tipps
- Auf den meisten Endgeräten sollte Echtzeitschutz erforderlich aktiviert sein. Ausnahme sind Server mit spezialisierten Workloads, bei denen Echtzeit-Scanning Leistungsprobleme verursacht — dort plane stattdessen regelmäßige Scans.
- Zeigt der Check „Keine Antivirusprodukte erkannt.“, ist entweder kein Virenschutz installiert oder das Produkt registriert sich nicht beim Windows Security Center. Manche Enterprise-Produkte benötigen einen aktivierten WMI-Provider. Bekannte Produkte (Windows Defender, Bitdefender, Sophos, ESET, SentinelOne, CrowdStrike) werden auch direkt erkannt, selbst ohne Security-Center-Registrierung — das ist der primäre Erkennungsweg auf Windows Server, wo das Security Center nicht verfügbar ist.
- Dieser Check ist nur für Windows verfügbar.
Der Check läuft alle 60 Sekunden, das erste Ergebnis erscheint also innerhalb von etwa einer Minute im Checks-Tab des Geräts.
Siehe auch: Antivirus-Status-Check-Referenz