Netzwerk-Interface-Check-Referenz
Konfigurationsoptionen für den Netzwerk-Interface-Check
Netzwerk-Interface-Check-Referenz
Der Netzwerk-Interface-Check überwacht den Zustand von Netzwerkadaptern einschließlich Linkstatus, Geschwindigkeit, Paketfehler und -verluste.
Konfigurationsfelder
Die Felder sind in der Reihenfolge aufgeführt, in der sie in der Check-Konfiguration erscheinen.
Wie das Ergebnis zustande kommt
Jedes überwachte Interface wird einzeln bewertet, und der Check meldet die schlechteste Bewertung aus der Menge. Pro Interface gilt die erste zutreffende Bedingung:
- Kritisch — der Link ist down und Alarm bei Link-Down ist aktiviert.
- Kritisch — die Paketfehlerrate liegt bei oder über Kritische Fehlerrate.
- Kritisch — die Paketverwerfungsrate liegt bei oder über Kritische Verwerfungsrate.
- Warnung — die Paketfehlerrate liegt bei oder über Warnung Fehlerrate.
- Warnung — die Paketverwerfungsrate liegt bei oder über Warnung Verwerfungsrate.
- Warnung — Erwartete Geschwindigkeit ist gesetzt und die gemessene Linkgeschwindigkeit liegt darunter.
- OK — nichts davon trifft zu.
Bleibt nach den Filtern kein Interface zum Bewerten übrig, meldet der Check eine Warnung und protokolliert, wie viele Interfaces jeder Filter entfernt hat.
Erfasste Metriken
- Linkstatus (up / down)
- Linkgeschwindigkeit (Mbps)
- MAC-Adresse
- Gesendete und empfangene Bytes
- Gesendete und empfangene Pakete
- Eingehende und ausgehende Fehler
- Eingehende und ausgehende Verwerfungen (Drops)
- Paketfehlerrate (%)
- Paketverwerfungsrate (%)
Ausgehende Verwerfungen werden unter Windows und Linux gezählt. Unter macOS stehen nur eingehende Verwerfungen zur Verfügung, die Paketverwerfungsrate bildet dort also allein die eingehenden Verwerfungen ab. Ein Interface ohne IPv4-Statistiken — etwa ein reines IPv6- oder Tunnel-Interface — meldet für die Traffic-Zähler den Wert null.
Plattformunterstützung
Hinweise
- Loopback-Interfaces werden immer ausgeschlossen. Virtuelle Adapter (VPN, Docker-Bridges, Hyper-V, VMware, vEthernet, tun/tap usw.) werden standardmäßig ausgeschlossen; deaktiviere Virtuelle Adapter ausschließen, um sie einzubeziehen.
- Die Filter laufen in fester Reihenfolge: zuerst Loopback, dann virtuelle Adapter, dann Schnittstellennamen, dann Zu ignorierende Schnittstellen. Da die Namensliste nach dem Filter für virtuelle Adapter greift, bleibt nichts zu überwachen übrig, wenn du unter Schnittstellennamen einen virtuellen Adapter angibst und Virtuelle Adapter ausschließen aktiviert ist.
- Zu ignorierende Schnittstellen vergleicht Interface-Namen exakt und ohne Beachtung der Groß- und Kleinschreibung und greift zuletzt — die Option entfernt also auch Interfaces, die du unter Schnittstellennamen aufgeführt hast.
- Unter Windows werden bei aktiviertem Virtuelle Adapter ausschließen Adapter mit derselben MAC-Adresse zu einem Eintrag zusammengefasst, wobei der verbundene Adapter erhalten bleibt. Das verhindert, dass die Filter-Miniports, die Windows für Traffic-Shaping und Paketmitschnitt anlegt, einen physischen Port mehrfach zählen.
- Auf einem Hyper-V-Gast behält Virtuelle Adapter ausschließen den echten Netzwerkadapter der Maschine. Die primäre NIC eines Gasts meldet sich als „Microsoft Hyper-V Network Adapter“ und wird beibehalten, während der hostseitige virtuelle Switch (ein „Hyper-V Virtual Ethernet Adapter“ mit dem Namen „vEthernet (...)“) weiterhin als echter virtueller Adapter herausgefiltert wird.
- Fehler- und Verwerfungsraten sind kumulativ seit dem Hochfahren des Interfaces — Gesamtzahl der Fehler/Verwerfungen geteilt durch die Gesamtzahl der Pakete, nicht die im letzten Polling-Intervall beobachtete Rate.
- Bei aktiviertem Alarm bei Link-Down (Standard) werden auch Interfaces einbezogen, die down sind, damit sie einen kritischen Alarm auslösen können. Deaktivierst du die Option, werden nicht aktive Interfaces aus der Überwachung herausgefiltert — allerdings nur, solange Schnittstellennamen leer ist. Ausdrücklich benannte Interfaces werden immer überwacht, unabhängig vom Linkstatus.
- Der Check läuft alle 5 Minuten auf dem Agenten. Das Intervall ist nicht durch den Benutzer konfigurierbar.
Siehe auch: Einen Netzwerk-Interface-Check konfigurieren