Microsoft SQL Server einrichten

Überwache lokale Microsoft-SQL-Server-Instanzen mit den Checks Zustand und Aktivität — Dienststatus, Backups, Speicherplatz, Blockierungen und Fehlerlog.

octoja überwacht Microsoft SQL Server mit zwei sich ergänzenden Checks. Microsoft SQL Server – Zustand beobachtet die langsam veränderlichen Grundlagen — Dienststatus, Erreichbarkeit, Datenbankzustände, Backup-Alter, Speicherplatz auf SQL-Volumes, fehlgeschlagene Agent-Jobs und Always-On-Verfügbarkeitsgruppen. Microsoft SQL Server – Aktivität beobachtet das Live-Verhalten — blockierende Sitzungen, schwerwiegende Fehlerlog-Einträge und zentrale Leistungsindikatoren. Beide laufen gegen SQL-Server-Instanzen, die lokal auf dem Gerät installiert sind.

Voraussetzungen

  • Du brauchst die Berechtigung Monitoring-Check-Verwaltung. Berechtigungen vergibt dein Administrator unter Administration → Gruppen.
  • Das Gerät läuft unter Windows mit einer oder mehreren lokalen SQL-Server-Instanzen, ist online und hat den octoja Agent installiert.
  • Standardmäßig verbinden sich die Checks per Windows-Authentifizierung mit dem Systemkonto des Agent. Wenn dieses Konto nicht auf deine Instanzen zugreifen kann, lege einen Monitoring-Login an und trage ihn im Check ein — siehe Das Monitoring-Konto für Datenbank-Checks einrichten.

Den Zustand-Check hinzufügen

  1. Gehe zu Geräte und öffne den SQL-Server.
  2. Klicke auf den Tab Checks → Check hinzufügen → Microsoft SQL Server – Zustand.
  3. Konfiguriere, was überwacht werden soll:

Der Dialog „Check hinzufügen“ auf CONTOSO-DC01 mit dem geöffneten Editor Microsoft SQL Server – Zustand, mit den Instanz- und Datenbankfiltern, den Backup-Überwachungsoptionen mit Warn- und Kritisch-Stunden und der Schaltfläche Check hinzufügen unten.

FeldStandardBeschreibung
Zu überwachende Instanzenleer = alleVollständige Namen lokaler Instanzen, z. B. SERVER\INSTANZ; die Standardinstanz trägt nur den Computernamen. Leer lassen, um jede gefundene Instanz zu überwachen
Auszuschließende InstanzenleerInstanzen, die nicht überwacht werden. Ausschlüsse haben Vorrang vor Einschlüssen
Zu überwachende Datenbankenleer = alleDatenbanknamen ohne Server- oder Instanzpräfix. Ein eingetragener Name, den es auf einer Instanz nicht gibt, wird als Warnung gemeldet
Auszuschließende DatenbankenleerDatenbanken, die in jeder überwachten Instanz ausgeschlossen werden. Ausschlüsse haben Vorrang vor Einschlüssen
Backups überwachenanPrüft das Alter der letzten Voll- und Log-Backups über die msdb-Backup-Historie. Systemdatenbanken und Datenbanken, die nicht online sind, werden übersprungen
Voll-Backup-Warnung (Stunden) / Voll-Backup kritisch (Stunden)26 / 50Nur sichtbar, wenn Backups überwachen an ist. Ist das letzte Voll-Backup mindestens so alt, meldet der Check Warnung bzw. Kritisch. Eine Datenbank ganz ohne Voll-Backup ist Kritisch
Log-Backup-Warnung (Stunden) / Log-Backup kritisch (Stunden)6 / 24Nur sichtbar, wenn Backups überwachen an ist. Gilt nur für Datenbanken mit Wiederherstellungsmodell FULL oder BULK_LOGGED; fehlt dort jedes Log-Backup, ist das Kritisch
SQL-Agent-Jobs überwachenanWarnt, wenn der letzte Lauf eines aktivierten SQL-Agent-Jobs fehlgeschlagen ist
Zu überwachende SQL-Agent-Jobs / Auszuschließende SQL-Agent-Jobsleer = alle aktiviertenNur sichtbar, wenn SQL-Agent-Jobs überwachen an ist. Jobnamen wie im SQL Server Agent angezeigt. Ausschlüsse haben Vorrang vor Einschlüssen
Speicherplatz auf SQL-Volumes überwachenanPrüft den freien Speicherplatz auf allen Volumes mit SQL-Daten- oder Log-Dateien
Speicherplatz-Warnung (% frei) / Speicherplatz kritisch (% frei)15 / 7Nur sichtbar mit Erweiterte Optionen anzeigen. Liegt der freie Anteil eines Volumes bei höchstens diesem Wert, meldet der Check Warnung bzw. Kritisch
SQL-Benutzername / SQL-PasswortleerNur sichtbar mit Erweiterte Optionen anzeigen. Leer lassen für Windows-Authentifizierung mit dem Agent-Konto
Abfrage-Timeout (Sekunden)30Nur sichtbar mit Erweiterte Optionen anzeigen. Werte außerhalb von 10–300 werden begrenzt

Stehen die Warn- und Kritisch-Werte in falscher Reihenfolge, vertauscht der Check sie vor der Auswertung. Always-On-Verfügbarkeitsgruppen haben kein eigenes Feld: Der Check wertet sie automatisch aus, sobald die Instanz Replikate hostet.

  1. Klicke auf Check hinzufügen.

Den Aktivität-Check hinzufügen

Füge den zweiten Check auf demselben Weg hinzu — Check hinzufügen → Microsoft SQL Server – Aktivität. Er läuft häufiger (alle 5 statt alle 30 Minuten) und konzentriert sich auf das, was gerade passiert:

FeldStandardBeschreibung
Zu überwachende Datenbankenleer = alleAlarmiert nur bei Blockierungen in diesen Datenbanken
Blocking-Warnung (Sekunden) / Blocking kritisch (Sekunden)30 / 120Wartet eine blockierte Sitzung mindestens so lange, meldet der Check Warnung bzw. Kritisch
SQL Server-Fehlerlog überwachenanDurchsucht das SQL-Server-Fehlerlog nach schwerwiegenden Einträgen. Einträge mit Severity 20–24, Stack-Dumps, FlushCache-Meldungen und I/O-Verzögerungen sind Kritisch, andere Treffer wie Deadlocks eine Warnung
Fehlerlog-Zeitfenster (Minuten)10Nur sichtbar, wenn SQL Server-Fehlerlog überwachen an ist. Wie weit der Check vor jedem Lauf zurückschaut (mindestens 1 Minute)
SQL-Benutzername / SQL-PasswortleerNur sichtbar mit Erweiterte Optionen anzeigen. Leer lassen für Windows-Authentifizierung mit dem Agent-Konto
Abfrage-Timeout (Sekunden)30Nur sichtbar mit Erweiterte Optionen anzeigen. Werte außerhalb von 10–300 werden begrenzt

Nicht erreichbare oder gestoppte Instanzen alarmiert nur der Zustand-Check — die beiden Checks melden denselben Ausfall also nie doppelt.

Was löst einen Alarm aus?

Beim Zustand-Check:

BedingungSchweregrad
Dienst einer Instanz läuft nicht, oder die Verbindung zur Instanz schlägt fehlKritisch
Datenbank im Status SUSPECT, RECOVERY_PENDING oder EMERGENCYKritisch
Datenbank im Status OFFLINE oder RESTORINGWarnung
Instanz läuft seit weniger als 15 MinutenWarnung
Backup-Alter, freier Speicherplatz oder fehlgeschlagener Agent-Job, wie in der Tabelle oben beschriebenWarnung oder Kritisch
Verfügbarkeitsgruppe PARTIALLY_HEALTHYWarnung
Verfügbarkeitsgruppe NOT_HEALTHY, oder eine Datenbank darin synchronisiert nichtKritisch
Eine Teilabfrage (Datenbankstatus, Backups, Speicherplatz) schlägt fehlWarnung
Auf dem Gerät wird keine SQL-Server-Instanz gefundenWarnung

Beim Aktivität-Check ergeben nur Blockierungen und Fehlerlog-Einträge einen Alarm. Die Leistungsindikatoren (Buffer-Cache-Trefferquote, Page Life Expectancy, Verbindungen, blockierte Prozesse) werden angezeigt, lösen aber keinen Alarm aus.

Tipps

  • Stimme die Backup-Alter-Schwellenwerte zuerst auf den tatsächlichen Backup-Plan des Kunden ab — die Standardwerte gehen von einem nächtlichen Voll-Backup und stündlichen Log-Backups aus. Datenbanken im Wiederherstellungsmodell Einfach haben keine Log-Backups und werden deshalb nur auf ihr Voll-Backup geprüft. Meldet eine Datenbank fehlende Log-Backups, läuft sie im Modell FULL oder BULK_LOGGED — richte dann Log-Backups ein oder stelle das Wiederherstellungsmodell um.
  • Halte mit den Instanz- und Datenbankfiltern das Rauschen aus geteilten Servern heraus — schließe zum Beispiel Hilfsdatenbanken eines Herstellers aus, die du nicht verantwortest.
  • Das Rückblick-Fenster fürs Fehlerlog ist bewusst kurz. Wenn du es deutlich vergrößerst, kann ein einzelner alter Fehler den Check über viele Läufe rot halten, obwohl der Vorfall vorbei ist.

FAQ