MCP-Clients verbinden und trennen

KI-Assistenten mit octoja verbinden, Zugriffe prüfen und Freigaben widerrufen.

Mit MCP kann ein KI-Assistent die Daten und Werkzeuge von octoja nutzen, die du für ihn freigibst. Die Verbindung gehört zu deinem octoja-Konto und erweitert dessen Geräte- oder Kundenrechte nicht. Ein API-Schlüssel ist nicht nötig.

Einen Client verbinden

Du brauchst ein octoja-Konto und einen MCP-Client, der entfernte Server mit Streamable HTTP und OAuth-Anmeldung unterstützt.

Deine Gruppe benötigt außerdem MCP-Nutzung, vergeben unter Administration → Gruppen. Sie erlaubt das Verbinden und Verwenden von MCP, ersetzt aber nicht die Berechtigungen und Geräteaktionen der einzelnen Werkzeuge. Entziehst du sie, wird auch der MCP-Zugriff bestehender Verbindungen gesperrt.

  1. Öffne Einstellungen → MCP-Clients → MCP-Client hinzufügen.
  2. Kopiere die angezeigte Serveradresse. Sie endet auf /mcp.
  3. Füge in deinem KI-Tool einen entfernten MCP-Server mit dieser Adresse und dem Transport Streamable HTTP hinzu.
  4. Starte die Verbindung, melde dich bei octoja an und prüfe die angeforderten Zugriffe. Genehmige nur, was der Assistent für seine Aufgabe braucht.
  5. Kehre zu MCP-Clients zurück. Nach abgeschlossener OAuth-Verbindung erscheint der Client in der Liste mit Autorisiert von, Verbunden und Zuletzt verwendet.

Zugriffe prüfen

Klicke auf das Berechtigungs-Badge neben dem Clientnamen, um die erteilten Zugriffe zu sehen.

ZugriffBedeutung
octoja-Daten anzeigenVerfügbare Geräte, Monitoring-Daten und Meldungen lesen
Live-GerätezugriffLive-Gerätewerkzeuge verwenden
Entfernte Computer steuernBildschirme anzeigen und Maus sowie Tastatur steuern — eigenständige, besonders weitreichende Freigabe
Änderungen in octoja vornehmenÄnderungen vornehmen
Skripte und Automatisierungen ausführenSkripte ausführen — nur vertrauenswürdigen Clients erlauben

Normale Benutzer sehen und verwalten ihre eigenen Freigaben. Administratoren können auch die Freigaben anderer Benutzer sehen und trennen.

Geräte- und Kundendaten ändern

update_device ändert Gerätefelder und benötigt octoja-Daten anzeigen, Änderungen in octoja vornehmen und die Geräteaktion Gerät bearbeiten. update_customer benötigt Schreibzugriff und die Berechtigung Kundenverwaltung. Kunden- und Gerätezugriffsgrenzen gelten weiterhin. Mit list_custom_fields kann der Assistent zunächst verfügbare eigene Felder und deren Typen ermitteln.

Prüfe vor einer Änderung Ziel und gewünschte Felder. Die Aktualisierungswerkzeuge für Geräte, Kunden, Fälle und eigene Checks verwenden Änderungsobjekte: Nur Felder mit hasValue: true werden geändert; value: null leert ein Feld nur, wenn dieses Nullwerte erlaubt. Nicht gesetzte Felder bleiben unverändert. Bei Kunden ersetzen übergebene Tags die gesamte Tag-Liste, sie werden nicht bloß ergänzt. Lass dir das Ergebnis anschließend erneut anzeigen.

Geräteaktionen ausführen oder planen

Ein vertrauenswürdiger Client kann Geräte neu starten, herunterfahren oder eine bestehende Automatisierung ausführen — sofort oder zu einem späteren Zeitpunkt. Dafür benötigt er Änderungen in octoja vornehmen und Skripte und Automatisierungen ausführen. Dein Konto benötigt außerdem Automatisierungen anzeigen und Skriptausführungsrechte auf den Zielgeräten. Zum Lesen von Definitionen und Ausführungsverlauf ist zusätzlich octoja-Daten anzeigen nötig.

  1. Lass den Assistenten die Geräte mit list_devices ermitteln. Prüfe bei einer Automatisierung zuerst ihre Definition mit list_automations und get_automation.
  2. Bestätige Zielgeräte und Aktion. schedule_device_action nimmt höchstens 500 Geräte-IDs und genau eines der Felder automationId oder powerAction (Restart oder Shutdown) an. Gib scheduledFor als zukünftigen Zeitstempel mit UTC-Offset an; ohne dieses Feld startet die Aktion sofort.
  3. Prüfe geplante Läufe mit list_automation_runs und futureScheduledOnly: true. Jedes Gerät hat einen eigenen Lauf. Mit get_automation_run siehst du Status und Schrittergebnisse; ein angelegter Zeitplan bestätigt noch keine erfolgreiche Ausführung.
  4. Brich einen unerwünschten Lauf mit cancel_automation_run und seiner Lauf-ID ab. Bereits erledigte Arbeit wird dadurch nicht rückgängig gemacht.

Bitte beispielsweise darum, ausdrücklich benannte Geräte zu einer konkreten Ortszeit mit UTC-Offset neu zu starten und dir anschließend die geplanten Läufe zu zeigen. Lass die Zeitzone nicht offen.

Entfernte Computer steuern

Die zusätzliche Freigabe Entfernte Computer steuern erlaubt einem vertrauenswürdigen Assistenten, Screenshots zu sehen und Maus sowie Tastatur auf einem Online-Gerät unter Windows oder macOS zu bedienen. Sie ist standardmäßig nicht ausgewählt und unabhängig von Live-Daten, Schreibzugriff und Skriptausführung. Bestätige die zusätzliche Warnung nur, wenn der Client diese interaktive Kontrolle erhalten soll. Für eine bestehende Verbindung ohne diese Freigabe musst du die Verbindung erneut autorisieren.

Deine Geräteaktion Remotedesktop und die Einstellungen für Benutzerzustimmung und Sperren beim Trennen gelten weiterhin. Der Client kann eine erforderliche Zustimmung nicht über einen eigenen Umgehungsparameter ersetzen. Unter macOS benötigt der Agent außerdem die Systemfreigaben für Bildschirmaufnahme und Bedienungshilfen; erteile sie am Gerät über den Berechtigungsdialog des Agenten.

  1. Lass das Zielgerät identifizieren und mit list_computer_targets die verfügbaren Benutzersitzungen abfragen.
  2. Öffne die gewünschte Sitzung mit open_computer. Die Antwort enthält eine Sitzungs-ID, einen PNG-Screenshot von Bildschirm 0 und die verfügbaren Bildschirme.
  3. Lass den Assistenten zuerst den Screenshot prüfen. Mit computer und einer leeren Aktionsliste kann er weitere Bildschirme ansehen. Vor Eingaben auf einem anderen Bildschirm muss er diesen ohne Eingaben erfassen; Koordinaten beziehen sich immer auf dessen zuletzt gelieferten Screenshot.
  4. Begrenze die Aufgabe ausdrücklich. Klicks, Texteingaben, Tastenkombinationen, Scrollen und Ziehen sind echte Eingaben in den Programmen des angemeldeten Benutzers. Prüfe den zurückgegebenen Screenshot nach jeder Aktion.
  5. Beende die Sitzung mit close_computer. Inaktive Sitzungen werden nach etwa zehn Minuten geschlossen. Das Trennen des MCP-Clients beendet ebenfalls seine Computersitzungen.

Bildschirminhalte werden an den MCP-Client übertragen. Vermeide vertrauliche Fenster und genehmige keine unklaren oder zerstörerischen Aktionen. Ein Fehler kann nach bereits ausgeführten Eingaben auftreten; prüfe den aktuellen Zustand, bevor du eine Aktion wiederholen lässt.

Diagnosedaten zuverlässig abfragen

Lass den Assistenten das Zielgerät zuerst identifizieren und den Umfang eingrenzen, etwa auf einen bestimmten Ereigniskanal oder einen Ordner. Live-Werkzeuge benötigen zusätzlich zur MCP-Freigabe die jeweilige Geräteaktion; ein sichtbares Gerät allein berechtigt nicht zum Lesen seiner Dateien oder zum Ausführen von Skripten.

  • Für Windows-Ereignisse liste zuerst die verfügbaren Kanäle auf. Eine aufgelistete Quelle kann beim Lesen trotzdem vom Gerät abgelehnt werden. Gib dem Assistenten dann den gemeldeten Fehler und wähle einen lesbaren Kanal. Eine Abfrage liefert höchstens 100 Ereignisse; das ist keine vollständige Ereignishistorie.
  • Ein Dateiarchiv wird über einen Download-Link zurückgegeben, sowohl als Text als auch als Ressourcenlink für Clients, die diesen darstellen. Der Link ist nur einmal und für fünf Minuten nutzbar. Lade das Archiv zeitnah herunter und behandle den Link vertraulich; nach Verbrauch oder Ablauf fordere ein neues Archiv an.
  • Bei Skriptfehlern beachte den Ausführungsstatus und die Fehlerausgabe. Eine Textausgabe allein bestätigt keinen erfolgreichen Lauf. Lass den Assistenten Fehler berichten, statt leere oder unvollständige Daten als gesunden Zustand auszulegen.

Einfache SNMP-Checks erstellen und testen

Lass den Assistenten zuerst describe_custom_check_authoring lesen. Mit create_custom_check, mode: "Snmp" und snmpConfig erstellt er einen einfachen SNMP-Check; Skripte, Eingabedefinition und Ausgabefelder werden automatisch erzeugt. Dafür benötigt der Client octoja-Daten anzeigen und Änderungen in octoja vornehmen, dein Konto außerdem Verwaltung benutzerdefinierter Checks. Verwende vorzugsweise die SNMP-Verbindungseinstellungen des Netzwerkgeräts, statt Zugangsdaten in einer gemeinsam genutzten Check-Definition zu hinterlegen.

Teste die Konfiguration vor dem Speichern mit live_test_script, der Zielgeräte-ID, der Plattform des ausführenden Agents und snmpConfig; übergib dabei weder script noch inputDefinition. Der Test speichert keinen Check. Ein Netzwerkgerät nutzt seinen zugewiesenen, online erreichbaren Überwachungsagenten. Der Client benötigt Skripte und Automatisierungen ausführen, dein Konto Monitoring-Check-Verwaltung und Skriptausführungsrechte auf Ziel und Überwachungsgerät. verified: true bestätigt eine gültige Ausführung und ein lesbares Ergebnis, nicht zwangsläufig den Status OK: Auch Warning oder Critical können gültige Ergebnisse sein.

Prüfe den gespeicherten Check mit get_custom_check. Bei update_custom_check ersetzt ein gesetztes snmpConfig die gesamte SNMP-Konfiguration; sende keine automatisch erzeugten Skripte oder Felddefinitionen mit.

Einen Client trennen

  1. Öffne in der Zeile des Clients Aktionen → Trennen.
  2. Prüfe den Clientnamen und bestätige Trennen.

Die zugehörigen Zugriffs- und Aktualisierungstoken werden sofort widerrufen. Auch damit verknüpfte Dateiarchiv-Downloads verlieren ihre Freigabe. Der Client muss sich für eine neue Verbindung erneut autorisieren. Das Trennen macht bereits ausgeführte Aktionen nicht rückgängig.

Erscheint ein neuer Client nicht in der Liste, schließe die Anmeldung und Freigabe im Browser ab; das Kopieren der Adresse allein verbindet ihn noch nicht.