Die Checks TERRA CLOUD Backup und Satellit konfigurieren

Richte die Voraussetzungen auf der TERRA CLOUD-Seite ein und weise die Checks Backup und Satellit den richtigen Maschinen zu.

Die Checks TERRA CLOUD Backup und Satellit konfigurieren

octoja überwacht das TERRA CLOUD Backup von WORTMANN mit zwei getrennten Checks. TERRA CLOUD Backup liest die Statusdateien, die der Backup-Agent auf einer geschützten Maschine hinterlässt. TERRA CLOUD Satellit fragt einen Satelliten über das Netzwerk nach seinem Zustand. Keiner der beiden Checks meldet sich am TERRA CLOUD-Portal an — octoja liest nur, was deine TERRA CLOUD-Komponenten ohnehin erzeugen. Deshalb muss die TERRA CLOUD-Seite zuerst stehen.

Genau darum geht es in diesem Artikel: um die Voraussetzungen auf der TERRA CLOUD-Seite und darum, welcher der beiden Checks auf welche Maschine gehört. Jedes einzelne Feld wird direkt im Check-Editor erklärt, während du es ausfüllst.

Zuerst den richtigen Check wählen

Hier gehen die meisten Einrichtungen schief. Die beiden Checks betrachten völlig verschiedene Dinge und sind nicht austauschbar.

TERRA CLOUD BackupTERRA CLOUD Satellit
Was er liestDie Job-Statusdateien des Backup-Agents auf der lokalen FestplatteDas Replikationsstatus-Dokument des Satelliten, über HTTPS
Zuweisen anDie geschützte Maschine selbst — oder den Hyper-V-Host, der die VMs schütztEin Gerät mit Netzwerkzugriff auf den Satelliten
Muss dort installiert seinDer TERRA CLOUD Backup-Agent und der octoja-AgentNur der octoja-Agent
Beantwortet die FrageSind die Backup-Jobs dieser Maschine gelaufen, und waren sie erfolgreich?Sind die Dienste des Satelliten, sein Speicher und seine replizierten Jobs gesund?
Standardintervall60 Minuten15 Minuten

Der häufigste Fehler: TERRA CLOUD Backup einer Maschine zuzuweisen, auf der kein lokaler TERRA CLOUD Backup-Agent läuft — einem Admin-Arbeitsplatz oder der Satelliten-VM — in der Erwartung, octoja frage das Portal dafür ab. Das tut es nicht. Der Check meldet Fehler mit „TERRA CLOUD Backup-Agent nicht gefunden“. Der umgekehrte Fehler ist, TERRA CLOUD Satellit auf jedes geschützte Gerät auszurollen: der Check meldet den Zustand des Satelliten, ein Check pro Satellit genügt also.

Was auf der TERRA CLOUD-Seite vorhanden sein muss

Keiner der beiden Checks richtet in TERRA CLOUD etwas ein. Jeder liest einen Zustand, den die Herstellerseite bereits erzeugt haben muss. Die folgenden Voraussetzungen entscheiden daher darüber, ob ein Check funktioniert oder überhaupt nichts meldet.

Für den Check TERRA CLOUD Backup

  • Der TERRA CLOUD Backup-Agent ist auf der Maschine installiert, lizenziert und gegen deinen Vault registriert. octoja installiert und registriert ihn nicht.
  • Mindestens ein Backup-Job ist mindestens einmal gelaufen. Der Check liest die Statusdatei aus, die ein abgeschlossener Lauf hinterlässt — ein frisch registrierter Agent, der noch nie gelaufen ist, meldet Warnung mit „Keine Backup-Jobs … gefunden“.
  • Du weißt, welcher Agent-Typ die Maschine schützt. Der klassische Windows-Agent legt unter seinem Agent-Verzeichnis einen Ordner pro Job ab; die Hyper-V Agent Management legt unter ihrem eigenen Datenordner eine Statusdatei pro VM ab. octoja erkennt, welches der beiden Layouts es gefunden hat, aber du musst es auf das richtige Verzeichnis zeigen lassen — siehe die Schritte weiter unten.

Für den Check TERRA CLOUD Satellit

  • Ein laufender TERRA CLOUD Backup Satellit, dessen Backup-Speicher auf Laufwerk S: liegt. Der Check bewertet das Laufwerk mit dem Buchstaben S; gibt es kein solches Laufwerk, wird der Speicher als kritisch gemeldet.
  • Der Satellit ist von dem Gerät, dem du den Check zuweist, über HTTPS (TCP 443) erreichbar. Liegt der Satellit in einem anderen Netzsegment, muss die Firewall-Regel existieren, bevor der Check etwas zurückgeben kann.
  • Das Replikationsstatus-Dokument des Satelliten wird ohne Authentifizierung ausgeliefert. octoja schickt eine einfache Anfrage an https://<satelliten-adresse>/replication/backupstatus/ und sendet keine Zugangsdaten mit — eine Anmeldeaufforderung auf diesem Pfad bedeutet, dass der Check den Status nicht lesen kann.
  • Ein selbstsigniertes Zertifikat ist in Ordnung. Der Check akzeptiert das Zertifikat des Satelliten bewusst so, wie es ist. Du brauchst also kein vertrauenswürdiges Zertifikat nur für das Monitoring.

Prüfe es, bevor du zuweist. Öffne auf dem Gerät, das den Check ausführen wird, https://<satelliten-adresse>/replication/backupstatus/ im Browser. Du solltest ein XML-Dokument erhalten, dessen Wurzelelement satellitestatus ist. Alles andere — eine Anmeldeaufforderung, ein 404, eine abgewiesene Verbindung, eine Zertifikatswarnung, an der du nicht vorbeikommst — ist ein Punkt auf der TERRA CLOUD-Seite, der zuerst geklärt werden muss (Firewall-Regel, Satelliten-Konfiguration oder WORTMANN-Support), bevor octoja helfen kann.

Den Check TERRA CLOUD Backup einrichten

Du brauchst die Berechtigung Monitoring-Check-Verwaltung. Berechtigungen weist deine Administration unter Administration → Gruppen zu.

  1. Geh zu Geräte und öffne die geschützte Maschine — oder, bei virtuellen Maschinen, die vom Hyper-V-Agent geschützt werden, den Hyper-V-Host.
  2. Klicke auf den Reiter ChecksCheck hinzufügenTERRA CLOUD Backup.
  3. Setze Agent-Verzeichnis. Der Standardwert C:\Program Files\TERRA Cloud Backup\Agent ist für den klassischen Windows-Agent richtig. Auf einem Hyper-V-Host, der von der Hyper-V Agent Management geschützt wird, ändere ihn auf deren Datenordner — C:\Program Files\TERRA CLOUD Backup\Hyper-V Agent Management\Data\Hyper-V, der eine Statusdatei pro VM enthält.
  4. Laufen die Backups nicht jede Nacht, dann trage die Wochentage unter Erwartete Backup-Tage ein und gib dem Zeitplan mit Kulanzzeit (Stunden) etwas Luft. octoja meldet ein fehlendes Backup dann erst, wenn ein erwarteter Tag vollständig verstrichen ist plus die Kulanzzeit, und löst an einem Tag ohne geplantes Backup nie einen Alters-Alarm aus.
  5. Nutze den Job-Filter, wenn du nur einen Teil der Jobs auf dieser Maschine überwachen willst — Platzhalter sind erlaubt, ein leeres Feld bewertet alle.
  6. Klicke auf Check hinzufügen.

Zwei Wechselwirkungen zwischen Feldern solltest du kennen, weil man leicht darüber stolpert:

  • Sobald Erwartete Backup-Tage gefüllt ist, wird die Aktualität pro erwartetem Tag bewertet und Maximales Backup-Alter (Stunden) entscheidet nicht mehr darüber. Lass die Tage leer, wenn du stattdessen die reine Altersschwelle willst.
  • Bei Job-Warnungen/-Fehlern warnen wirkt nur beim klassischen Windows-Agent. Die VM-weisen Statusdateien der Hyper-V Agent Management enthalten keine Fehler- oder Warnungszähler, Hyper-V-Jobs werden daher allein an ihrem Ergebnis und ihrem Alter bewertet.

Grob gesagt: ein fehlgeschlagener Job macht den Check kritisch; ein Job, der in einem anderen nicht abgeschlossenen Zustand endete — abgebrochen, keine Dateien, unbekannt — macht ihn zur Warnung; und ein abgeschlossener Job, der überfällig ist oder der Fehler beziehungsweise Warnungen gemeldet hat, während die Option oben aktiv ist, ebenfalls. Das Ergebnis-Panel kennzeichnet zusätzlich einen Job, dessen Ransomware-Erkennung ausgeschaltet ist. Diese Kennzeichnung ist reine Information — sie ändert den Check-Status nicht von sich aus.

Den Check TERRA CLOUD Satellit einrichten

  1. Geh zu Geräte und öffne ein Gerät, das den Satelliten erreichen kann — ein Server vor Ort ist eine gute Wahl, und der Satellit selbst funktioniert auch.
  2. Klicke auf den Reiter ChecksCheck hinzufügenTERRA CLOUD Satellit.
  3. Trage die IP-Adresse oder den Hostnamen des Satelliten in Satelliten-Adresse ein (erforderlich). Trage nur die Adresse ein — keine vollständige URL. Protokoll und Statuspfad ergänzt octoja selbst.
  4. Klicke auf Check hinzufügen.

Der Check hat keine einstellbaren Schwellenwerte, weil sie fest sind: jeder Dienst des Satelliten, der nicht läuft, ist kritisch; weniger als 10 % freier Platz auf Laufwerk S ist eine Warnung und 5 % oder weniger ist kritisch; und ein replizierter Job, dessen neuestes Backup 26 Stunden alt ist, ist eine Warnung, während 72 Stunden kritisch sind. Der Gesamtstatus des Checks ist der schlechteste der drei. Meldet der Satellit überhaupt keine Dienste oder keine Jobs, ist das ebenfalls kritisch — ein leeres Statusdokument ist kein gesundes.

Wenn ein Check nichts zurückliefert

MeldungWas sie bedeutet
TERRA CLOUD Backup-Agent nicht gefundenDas Agent-Verzeichnis existiert auf dieser Maschine nicht. Entweder sitzt der Check auf dem falschen Gerät, oder es ist ein Hyper-V-Host und zeigt noch auf den Standardpfad des Windows-Agents
Keine Backup-Jobs unter … gefundenDas Verzeichnis existiert, enthält aber keinen lesbaren Job-Status — der Agent ist registriert, hat aber noch keinen Lauf abgeschlossen, oder der Job-Filter trifft auf nichts zu
Statusdatei konnte nicht gelesen werdenDie Statusdatei eines Jobs war nicht auswertbar. Meist ein Lauf, der sie gerade schreibt; hält es über mehrere Intervalle an, ist die Datei beschädigt und ein Fall für den TERRA CLOUD-Support
Satellit nicht erreichbarFalsche Adresse, HTTPS zwischen Gerät und Satellit blockiert, Satellit ausgefallen — oder der Statuspfad liegt hinter einer Authentifizierung
Ungültige StatusantwortAuf dem HTTPS-Port hat etwas geantwortet, aber es war nicht das Statusdokument des Satelliten. Typisch bei falschem Host, einem Proxy oder einer Portalseite dazwischen
Keine Satelliten-Adresse konfiguriertDas Feld Satelliten-Adresse ist leer

Tipps

  • Bei vielen geschützten Maschinen rolle den Backup-Check über Konfigurationspakete aus, statt ihn Gerät für Gerät hinzuzufügen. Nimm dafür allerdings zwei Pakete — das Agent-Verzeichnis unterscheidet sich zwischen Maschinen mit Windows-Agent und Hyper-V-Hosts.
  • Der Satelliten-Check bleibt auch mit Konfigurationspaketen ein Check pro Satellit. Weise ihn einem stabilen Gerät vor Ort zu und nicht einer Regel, die auf viele passt.
  • Laufen auf einer Maschine Jobs mit sehr unterschiedlichen Zeitplänen — ein nächtliches Datei-Backup und ein wöchentlicher Archivlauf — dann lege pro Rhythmus einen TERRA CLOUD Backup-Check an und grenze jeden mit dem Job-Filter ein, statt eine Altersschwelle über beide zu spannen.

Das erste Ergebnis erscheint im Reiter Checks des Geräts kurz nachdem der Agent den Check übernommen hat; danach läuft er in seinem Intervall.

Siehe auch: Checks · Checks mit Konfigurationspaketen zuweisen