Dell-PowerEdge-Hardware mit iDRAC überwachen
Den Dell-iDRAC-Check mit Redfish-Zugang einrichten und Hardwarebefunde einordnen.
Der Check Dell iDRAC überwacht die Hardware eines Dell-PowerEdge-Servers über die Redfish-Schnittstelle des iDRAC. Er prüft Gesamtzustand, Temperaturen, Lüfter, Netzteile, Arbeitsspeicher, RAID-Controller, Laufwerke und das System-Event-Log (SEL), unabhängig vom Betriebssystem des Servers.
Voraussetzungen
- Ein iDRAC mit Redfish-Unterstützung: iDRAC8 ab Firmware 2.40 oder neuer.
- Ein eigener iDRAC-Benutzer mit Leserechten; für diesen Check reicht die Rolle Read Only.
- Ein Gerät mit octoja-Agent, das den iDRAC über HTTPS erreicht, sowie die Berechtigung zum Zuweisen von Checks. Bei einem Gerät ohne Agent führt dessen Überwachungsgerät den Check aus.
Check zuweisen
- Öffne das Gerät und wähle Checks → Check hinzufügen → Dell iDRAC.
- Trage iDRAC-Host, iDRAC-Benutzer und iDRAC-Passwort ein. Verwende die Management-Adresse des iDRAC, nicht die Betriebssystem-Adresse des Servers. Bei agentenloser Zuweisung wird die Geräteadresse als Host verwendet.
- Prüfe HTTPS-Port (Standard: 443) und Selbstsigniertes Zertifikat akzeptieren. Der Schalter ist standardmäßig eingeschaltet und überspringt die Zertifikatsprüfung. Wenn der iDRAC ein vom Überwachungsgerät vertrauenswürdig prüfbares Zertifikat hat, schalte ihn aus.
- Lass Laufwerke prüfen und System-Event-Log (SEL) prüfen eingeschaltet, wenn du diese Befunde benötigst. Das SEL-Zeitfenster beträgt standardmäßig 24 Stunden.
- Speichere die Zuweisung. Nach dem nächsten Lauf — standardmäßig alle 15 Minuten — erscheinen Hardwarewerte und Befunde beim Check.
Schwellenwerte anpassen
Temperaturen werden gegen die vom iDRAC gemeldeten Hardware-Schwellwerte geprüft. Unter Erweiterte Optionen anzeigen kannst du gezielt abweichen:
Ergebnisse einordnen
Der Gesamtstatus folgt dem schwersten Befund. Ein ausgeschalteter Server wird als Warnung gemeldet. Kritische SEL-Einträge innerhalb des Zeitfensters erzeugen eine Warnung; das Lifecycle-Log wird nicht ausgewertet. Fehlende Temperatur- und Lüfterdaten erzeugen ebenfalls eine Warnung — ein erfolgreicher Verbindungsaufbau allein bestätigt noch keinen vollständigen Hardwarezustand.
Bei einem Verbindungs- oder Anmeldefehler prüfe Erreichbarkeit und Port vom ausführenden Agent-Gerät aus, Zugangsdaten und Redfish-Unterstützung. Vergleiche einen Hardwarebefund mit der iDRAC-Konsole, bevor du Schwellenwerte lockerst. Die Überwachung repariert keine Hardware und quittiert keine SEL-Einträge.