Einen Absturzerkennung-Check konfigurieren

Benachrichtigungen erhalten, wenn ein BSOD oder Kernel-Panic auftritt

Konfigurationsdialog

Ein Absturzerkennung-Check sucht nach Spuren von Systemabstürzen — Bluescreens (BSOD) unter Windows und Kernel Panics unter Linux. Er warnt dich vor Stabilitätsproblemen, die sonst unbemerkt bleiben könnten, besonders auf unbeaufsichtigten Servern.

Voraussetzungen

  • Du benötigst die Berechtigung Monitoring-Check-Verwaltung.
  • Das Zielgerät muss einen verbundenen Agent unter Windows oder Linux haben.
  • Unter Windows sind Crash-Dumps standardmäßig aktiviert. Zusätzliche Einrichtung ist nicht nötig.

Schritte

  1. Gehe zu Geräte und öffne das Gerät.
  2. Klicke auf den Tab ChecksCheck hinzufügenAbsturzerkennung.
  3. Konfiguriere den Check:
FeldEmpfohlener WertBedeutung
Rückblickzeitraum (Stunden)24 StundenWie weit zurück nach Absturzspuren gesucht wird. Gültiger Bereich ist 1–720 Stunden (30 Tage); Werte außerhalb dieses Bereichs werden begrenzt.
Warnung Anzahl1Anzahl der Abstürze, die eine Warnung auslöst. Gültiger Bereich ist 1–100; Werte außerhalb werden begrenzt.
Kritische Anzahl3Anzahl der Abstürze, die ein kritisches Ergebnis auslöst. Gültiger Bereich ist 1–100; wenn der Warnung-Wert höher als der Kritisch-Wert ist, werden die beiden Werte automatisch vertauscht.
  1. Klicke auf Check hinzufügen.

Was der Check meldet

Der Check meldet die Anzahl erkannter Abstürze im Rückblickzeitraum. Unter Windows nutzt er zwei Quellen: das Minidump-Verzeichnis (C:\Windows\Minidump) und das Ereignisprotokoll der Windows-Fehlerberichterstattung (Ereignis-ID 1001). Unter Linux prüft er /var/crash, /var/lib/systemd/coredump/ und Kernel-Log-Einträge.

Tipps

  • Ein einzelner Absturz auf einem Server erfordert eine Untersuchung — setze den Warnung-Schwellenwert auf 1.
  • Auf Workstations sind gelegentliche BSODs durch Treiberprobleme weniger dringend — eine Warnung bei 1 und kritisch bei 3 gibt dir Sichtbarkeit ohne übermäßiges Rauschen.
  • Wenn Crash-Dumps auf einem Windows-Gerät deaktiviert sind (selten), erkennt der Check BSODs weiterhin über das Ereignisprotokoll der Windows-Fehlerberichterstattung — es fehlt lediglich die Dump-Datei für die spätere Analyse. Die Dump-Einstellungen findest du unter Systemeigenschaften → Starten und Wiederherstellen.
  • Die Werte für Warnung und Kritisch werden auf 1–100 begrenzt. Wenn du den Warnung-Wert höher als den Kritisch-Wert setzt, werden die beiden Werte automatisch vertauscht.

Nach dem ersten Check-Intervall siehst du das Ergebnis im Checks-Tab des Geräts.

Siehe auch: Absturzerkennung-Check-Referenz