Absturzerkennung-Check-Referenz
Konfigurationsoptionen für den Absturzerkennung-Check
Absturzerkennung-Check-Referenz
Der Absturzerkennung-Check sucht nach Spuren von Systemabstürzen (BSOD-Minidumps unter Windows, Kernel-Panic-Logs unter Linux) und warnt, wenn die Anzahl einen Schwellenwert erreicht oder überschreitet.
Konfigurationsfelder
Erfasste Metriken
- Anzahl erkannter Abstürze im Rückblickzeitraum
- Details pro Absturz: Dateiname, Zeitstempel, Bug-Check-Code (nur bei Windows-WER-Ereignissen) und eine menschenlesbare Beschreibung
Plattformunterstützung
Hinweise
- Der Check meldet Kritisch, sobald die Anzahl der Abstürze den Wert von Kritische Anzahl erreicht, Warnung, sobald sie den Wert von Warnung Anzahl erreicht, und sonst OK. Mit dem Standardwert 1 für Warnung Anzahl ist bereits ein einzelner Absturz im Rückblickzeitraum eine Warnung.
- Unter Windows ist die Erstellung von Minidumps standardmäßig unter Systemeigenschaften → Starten und Wiederherstellen aktiviert. Sind Minidumps deaktiviert, erkennt der Check Abstürze weiterhin über das Ereignisprotokoll der Windows-Fehlerberichterstattung (Ereignis-ID 1001), das nicht von der Minidump-Erstellung abhängt. Die beiden Quellen sind voneinander unabhängig: Lässt sich eine davon nicht auslesen — etwa weil das Ereignisprotokoll nicht zugänglich ist —, meldet der Check das Ergebnis der anderen Quelle, statt fehlzuschlagen.
- Jede gefundene Spur zählt einzeln: jede Dump-Datei und jedes Ereignis der Windows-Fehlerberichterstattung im Rückblickzeitraum wird als ein Absturz gezählt. Ein einzelner Absturz, der sowohl einen Minidump als auch ein WER-Ereignis hinterlässt, kann daher mehrfach gezählt werden — wähle die Schwellenwerte entsprechend.
- Pro Ausführung werden höchstens 50 Ereignisse der Windows-Fehlerberichterstattung gelesen. Aus dieser Quelle allein steigt die Absturzanzahl daher nie über 50, egal wie viele Ereignisse in den Rückblickzeitraum fallen.
- Der Rückblickzeitraum sollte dem Check-Intervall entsprechen oder es überschreiten, um keine Abstürze zwischen den Ausführungen zu verpassen. Das Intervall stammt aus der Check-Definition und nicht aus dem Editor; der Standardwert beträgt 60 Minuten.
- Wird Warnung Anzahl höher gesetzt als Kritische Anzahl, vertauscht der Check die beiden Werte stillschweigend, sodass der kritische Schwellenwert stets größer oder gleich dem Warn-Schwellenwert ist.
Siehe auch: Einen Absturzerkennung-Check konfigurieren