Einen Firewall-Status-Check konfigurieren
Benachrichtigungen erhalten, wenn die System-Firewall deaktiviert ist

Ein Firewall-Status-Check prüft, ob die Betriebssystem-Firewall aktiviert ist. Eine deaktivierte Firewall lässt das Gerät für netzwerkbasierte Angriffe offen — dieser Check erkennt das, bevor ein Vorfall eintritt.
Voraussetzungen
- Du benötigst die Berechtigung Monitoring-Check-Verwaltung.
- Das Zielgerät muss einen verbundenen Agent haben.
- Der Check funktioniert unter Windows (Windows-Firewall), Linux (ufw, firewalld oder iptables — in dieser Reihenfolge geprüft) und macOS (Application Layer Firewall).
Schritte
- Gehe zu Geräte und öffne das Gerät.
- Klicke auf den Tab Checks → Check hinzufügen → Firewall-Status.
- Konfiguriere den Schweregrad:
- Klicke auf Check hinzufügen.
Was der Check meldet
- Windows: Liest den Firewall-Status der drei Windows-Profile — Domäne, Privat und Öffentlich — aus der Registrierung. Pro Profil gilt die Reihenfolge Gruppenrichtlinie, MDM-Richtlinie (etwa Intune), lokale Einstellung. Fehlt überall ein Wert, gilt das Profil als aktiviert, was dem Windows-Standard entspricht. Außerdem liest der Check den Windows-Firewall-Dienst (
mpssvc): Ein gestoppter Dienst bedeutet, dass die Firewall nicht durchgesetzt wird, und hebt das Ergebnis genauso an wie ein deaktiviertes Profil — auch wenn alle drei Profile als aktiviert konfiguriert sind. - Linux: Prüft zuerst ufw und bricht ab, sobald es installiert ist; andernfalls wird auf firewalld zurückgegriffen, danach auf iptables — das gilt nur als aktiviert, wenn restriktive Richtlinien oder Regeln (DROP/REJECT) vorhanden sind. Gemeldet wird die zuerst gefundene Firewall.
- macOS: Meldet, ob die Application Layer Firewall (ALF, abgefragt über
defaults read /Library/Preferences/com.apple.alf globalstate) aktiviert ist. Das gemeldete Profil ist macOS-Firewall oder macOS-Firewall (Tarnmodus). Der Check prüftpf(Packet Filter) nicht.
Tipps
- Setze auf Windows-Servern Kritisch bei deaktiviert auf Ja. Ein Server mit deaktivierter Firewall ist ein ernstes Sicherheitsrisiko.
- Auf Arbeitsplätzen reicht in der Regel eine Warnung — der Benutzer hat die Firewall möglicherweise vorübergehend zur Fehlersuche deaktiviert.
- Manche Drittanbieter-Firewalls ersetzen die Windows-Firewall und deaktivieren sie absichtlich. Schließe diese Geräte entweder von diesem Check aus oder füge ihn mit Warnstufe hinzu.
Nach dem ersten Check-Intervall siehst du das Ergebnis im Checks-Tab des Geräts. Öffne den Check, um jedes Profil und seinen Status zu sehen. Konnte der Firewall-Status gar nicht gelesen werden, nennt die Detailansicht den Grund: Die Registrierungsabfrage ist fehlgeschlagen, hat das Zeitlimit überschritten oder hat keine Profile zurückgegeben. So kannst du ein Leseproblem von einer deaktivierten Firewall unterscheiden.
Siehe auch: Firewall-Status-Check-Referenz