ESET-Schutz mit dem Check ESET Security überwachen
Der Check ESET Security läuft auf dem Gerät und liest ESET Endpoint oder Server Security lokal aus — ohne Cloud-Zugriff, ohne Zugangsdaten, ohne Kundenzuordnung.
Geschrieben von Stefan Steuer
Zuletzt aktualisiert Vor 8 Tagen
Der Check ESET Security läuft direkt auf dem Gerät. Er liest das dort installierte ESET-Produkt — ESET Endpoint Security, ESET Endpoint Antivirus, ESET Server Security oder ESET File Security — über eRmm.exe aus, die lokale Verwaltungsschnittstelle, die ESET zusammen mit dem Produkt installiert. Alles, was der Check meldet, kommt vom Gerät selbst: welche Schutzmodule aktiv sind, wie alt die Virensignaturen sind und was ESET zuletzt erkannt hat. Weder die ESET-PROTECT-Cloud noch API-Zugangsdaten, eine Region oder eine Zuordnung von Kunden zu Gerätegruppen sind daran beteiligt.
Wenn du bisher die ESET-PROTECT-Anbindung genutzt hast
Die ESET-Karte unter Administration → Integrationen gibt es nicht mehr, und sie wird auch nicht mehr gebraucht. Der Check hat beim Umzug auf das Gerät seine Identität behalten: Jede Zuweisung, die du bereits vorgenommen hast — auf einzelnen Geräten und über Konfigurationspakete — läuft automatisch weiter. Du musst nichts neu verbinden, nichts migrieren und nichts neu anlegen. Sichtbar ändern sich nur der Name, jetzt ESET Security, und die Tatsache, dass die Ergebnisse vom Gerät statt aus der Cloud kommen.
Voraussetzungen
- Das Gerät läuft unter Windows. Der Check ist ausschließlich für Windows; auf jedem anderen Betriebssystem meldet er den Fehler „Dieser Check läuft nur unter Windows."
- Der octoja-Agent ist auf dem Gerät installiert und verbunden.
- Auf dem Gerät ist ein ESET-Endpoint- oder -Server-Produkt installiert. Die eRmm-Schnittstelle gehört zum Produkt, für den Check wird also nichts zusätzlich installiert.
- Du benötigst die Berechtigung Monitoring-Check-Verwaltung, um Checks hinzuzufügen oder zu bearbeiten.
Du musst octoja nicht sagen, wo ESET liegt. Der Check sucht eRmm.exe an drei Stellen, in dieser Reihenfolge: im Pfad, den du unter Pfad zu eRmm.exe eingetragen hast, dann in jedem Produktordner innerhalb von %ProgramFiles%\ESET und zuletzt im Installationsverzeichnis, das ESET in der Windows-Registry hinterlegt. Nur ein abweichendes Installationsverzeichnis braucht den manuellen Pfad.
Den Check auf einem Gerät hinzufügen
- Öffne Geräte und dann das Gerät.
- Klicke auf den Tab Checks → Check hinzufügen → ESET Security.
- Behalte die Standardwerte, oder passe die unten beschriebenen Schwellenwerte an.
- Klicke auf Check hinzufügen.
Um den Check auf viele Geräte gleichzeitig zu verteilen, weise ihn stattdessen über ein Konfigurationspaket zu — siehe Checks mit Konfigurationspaketen zuweisen. Der Check läuft standardmäßig alle 15 Minuten.
Konfigurationsoptionen
Die letzten beiden Felder erscheinen erst, wenn du Erweiterte Optionen anzeigen einschaltest.
Was der Check meldet
Was die Status bedeuten
Wenn die lokale Abfrage fehlschlägt
Bekommt der Check von eRmm keine verwertbare Antwort, meldet er einen Fehler und nennt den Grund. Er behauptet dann nicht ersatzweise, der Schutz sei aus — eine unbeantwortete Abfrage ist ein Problem beim Auslesen, kein Urteil über die Sicherheit des Geräts.
ESET Security oder Antivirus-Status?
Beide Checks schauen auf den Virenschutz, sind aber nicht dasselbe und können nebeneinander laufen. Antivirus-Status ist der herstellerneutrale Check: Er fragt das Windows Security Center, welches Antivirus-Produkt registriert ist, und meldet für das gefundene Produkt Installation, Echtzeitschutz und Definitionsalter — auch für ESET. ESET Security spricht direkt mit ESET und sieht deshalb mehr: einzelne Schutzmodule, die Version des Scanner-Moduls, die Hinweise von ESET selbst und die Einträge im ESET-Bedrohungsprotokoll. Nimm ESET Security auf Geräten, bei denen du weißt, dass ESET das Produkt ist, und Antivirus-Status dort, wo der Hersteller wechselt oder du einen Check über einen gemischten Gerätebestand hinweg möchtest.