Securepoint Antivirus Pro auf deinen Geräten überwachen

Der Check Securepoint Antivirus Pro läuft direkt auf dem Gerät und meldet GuardX-Dienst, Echtzeitschutz, Signaturalter und Bedrohungen an octoja.

Geschrieben von Stefan Steuer

Zuletzt aktualisiert Vor 8 Tagen

Der Check Securepoint Antivirus Pro läuft direkt auf dem Gerät. Der octoja-Agent liest unter Windows den lokalen Zustand von Securepoint Antivirus Pro aus — den GuardX-Dienst, den Echtzeitschutz, das Alter der Virendefinitionen, den Quarantäne-Ordner und aktive Bedrohungen — und meldet ihn an octoja zurück. Securepoint bietet für Antivirus Pro keine Cloud-API, deshalb ist das lokale Auslesen des Endgeräts die einzig mögliche Quelle für diese Daten. Es gibt nichts zu verbinden: kein Portal-Konto, keinen Access-Token, keine Kundenzuordnung.

Deine bestehenden Zuweisungen laufen weiter

Der Check hat seine Kennung behalten, deshalb wird jede Zuweisung automatisch übernommen. Geräte, denen Securepoint Antivirus Pro bereits zugewiesen war, behalten ihn, Konfigurationspakete mit diesem Check bleiben gültig, und der Verlauf bleibt erhalten. Du musst nichts migrieren und nichts neu anlegen.

Voraussetzungen

  • Ein Windows-Gerät. Den Check gibt es nur für Windows auf x64 und Arm64. Auf jedem anderen Betriebssystem meldet er den Fehler Dieser Check läuft nur unter Windows.
  • Securepoint Antivirus Pro im Standardpfad installiert, also unter C:\Program Files\Securepoint Antivirus Pro. Der Check liest die Ordner log, bin und quarantine unterhalb dieses Pfades.
  • Der octoja-Agent läuft auf dem Gerät. Er führt den Check lokal aus und muss den GuardX-Dienst, das Windows-Anwendungsprotokoll und den Quarantäne-Ordner lesen können.
  • Die Berechtigung, Checks zuzuweisen — entweder direkt auf einem Gerät oder über ein Konfigurationspaket.

Den Check auf deine Geräte bringen

  • Für ein einzelnes Gerät: Öffne das Gerät in octoja, gehe zu seinen Checks und füge Securepoint Antivirus Pro hinzu.
  • Für viele Geräte gleichzeitig: Nimm den Check in ein Konfigurationspaket auf und weise das Paket zu — siehe Checks mit Konfigurationspaketen zuweisen.

Der Check läuft alle 15 Minuten und funktioniert mit seinen Standardwerten — die Einstellungen musst du nur öffnen, wenn du Schwellwerte oder Schweregrade ändern willst.

Was der Check meldet

WertBedeutung und Herkunft
GuardX-DienstZeigt Läuft, wenn der Windows-Dienst GuardX läuft oder der Prozess guardxservice_x64 vorhanden ist. Sonst Läuft nicht.
EchtzeitschutzAktiv oder Inaktiv, ermittelt aus dem jüngsten Ein-/Aus-Eintrag, den Securepoint Antivirus Pro ins Windows-Anwendungsprotokoll geschrieben hat.
DefinitionenAktuell oder Veraltet, gefolgt vom Signaturalter in Stunden. Das Alter stammt aus der letzten Änderung am Securepoint-Update-Log; fehlt diese Datei, greift der Check auf den letzten Definitions-Update-Eintrag im Ereignisprotokoll zurück.
Aktive BedrohungenSauber, solange der jüngste Infektions-Eintrag im Ereignisprotokoll nicht neuer ist als der jüngste Entwarnungs-Eintrag und nicht ins Zeitfenster für aktive Bedrohungen fällt.
QuarantäneSauber oder die Anzahl isolierter Dateien im Securepoint-Quarantäne-Ordner. Datenbank-, Log-, Temporär- und Index-Dateien werden nicht mitgezählt.
Letztes UpdateWann die Virendefinitionen zuletzt aktualisiert wurden.
Version und HostnameDie Produktversion aus der installierten Programmdatei des GuardX-Dienstes sowie der Windows-Computername des Geräts.

Konfigurationsmöglichkeiten

Alle sieben Einstellungen sind optional. Zwei davon liegen hinter Erweiterte Optionen anzeigen.

EinstellungStandardWirkung
Signatur-Warnalter (Stunden)24Warnen, wenn die Virendefinitionen älter als so viele Stunden sind.
Signatur-Kritischalter (Stunden)48Kritisch auslösen, wenn die Virendefinitionen älter als so viele Stunden sind. Setzt du den Wert unter das Warnalter, tauscht der Check die beiden Werte.
Deaktivierten Echtzeitschutz als kritisch behandelnAnWenn aktiviert, meldet inaktiver Echtzeitschutz kritisch; sonst nur eine Warnung.
Aktive Bedrohungen als kritisch behandelnAnWenn aktiviert, meldet eine aktive Infektion kritisch; sonst nur eine Warnung. Dateien in Quarantäne bleiben immer eine Warnung — Securepoint hat sie bereits isoliert.
Bei Dateien in Quarantäne warnenAnEine Warnung auslösen, wenn der Quarantäne-Ordner isolierte Dateien enthält. Schalte sie aus, wenn du die Quarantäne planmäßig leerst und den Hinweis nicht brauchst.
Zeitfenster für aktive Bedrohungen (Stunden) (erweitert)24Eine Infektion nur dann als aktiv melden, wenn Securepoint sie zuletzt innerhalb so vieler Stunden erkannt hat. Ältere Erkennungen ohne neueres Sauber-Ergebnis gelten als historisch. Erhöhe den Wert — etwa auf 720 für 30 Tage —, um jede von Securepoint nicht als behoben bestätigte Erkennung zu melden.
Abfrage-Timeout (Sekunden) (erweitert)60Wie lange der Check auf das Ende der lokalen Securepoint-Abfrage wartet. Werte unter 10 Sekunden werden auf 10 angehoben.

Statusmeldungen und was zu tun ist

MeldungSchweregradWas zu tun ist
Securepoint Antivirus Pro ist nicht installiert.KritischInstalliere Securepoint Antivirus Pro, oder entferne den Check von Geräten, auf denen er nicht laufen soll. Für dieses Gerät wird nichts weiter gemeldet.
Der GuardX-Dienst läuft nicht.KritischStarte den GuardX-Dienst auf dem Gerät und prüfe, warum er gestoppt ist. Solange er steht, ist das Gerät ungeschützt.
Echtzeitschutz ist inaktiv.Kritisch oder WarnungAktiviere das Scannen beim Dateizugriff in Securepoint Antivirus Pro wieder. Der Schweregrad folgt der Einstellung Deaktivierten Echtzeitschutz als kritisch behandeln.
Eine aktive Infektion wurde erkannt.Kritisch oder WarnungBehandle die Infektion auf dem Gerät. Die Meldung verschwindet, sobald Securepoint ein Sauber-Ergebnis protokolliert oder die Erkennung aus dem Zeitfenster für aktive Bedrohungen fällt.
Eine Anzahl Datei(en) in Quarantäne.WarnungSieh die Quarantäne durch und leere sie. Securepoint hat diese Dateien bereits isoliert — das ist ein Hinweis, kein Vorfall.
Securepoint hat die Definitionen als veraltet gemeldet.WarnungSecurepoint selbst hat die Definitionen markiert. Starte ein Definitions-Update und prüfe, ob das Gerät die Update-Server erreicht.
Signaturen sind eine Anzahl Stunden alt.WarnungDie Definitionen haben das Warnalter überschritten. Meist war das Gerät offline; wiederholt sich das, prüfe den Update-Weg.
Signaturen sind stark veraltet.KritischDie Definitionen haben das kritische Alter überschritten. Betrachte das Gerät als unzureichend geschützt, bis das Update durchläuft.
Signaturalter konnte nicht ermittelt werden.WarnungWeder das Update-Log noch ein Update-Eintrag im Ereignisprotokoll war lesbar. Prüfe den Installationspfad und ob das Anwendungsprotokoll zu aggressiv geleert wird.

Wenn der Check gar nicht laufen kann

Das sind Fehler des Checks selbst, keine Befunde zum Virenschutz. Werte werden dann nicht mitgeliefert.

MeldungWas zu tun ist
Dieser Check läuft nur unter Windows.Der Check wurde einem Linux- oder macOS-Gerät zugewiesen. Entferne ihn dort.
Die Securepoint-Abfrage ist abgelaufen.Die lokale Abfrage wurde nicht rechtzeitig fertig — häufig auf ausgelasteten Geräten mit sehr großem Anwendungsprotokoll. Erhöhe Abfrage-Timeout (Sekunden).
Die Securepoint-Abfrage lieferte keine Ausgabe.Die Abfrage lief, hat aber nichts zurückgegeben. Prüfe, ob der octoja-Agent auf dem Gerät lokale Skripte ausführen darf.
Die Securepoint-Abfrage ist fehlgeschlagen.Die Abfrage hat einen Fehler gemeldet, meist ein Rechteproblem beim Lesen des Ereignisprotokolls oder des Quarantäne-Ordners.
Ein unerwarteter FehlerDer ursprüngliche Fehlertext wird mit der Meldung angezeigt. Wiederholt sich das, schicke ihn zusammen mit dem Gerätenamen an den Support.

Nicht verwechseln mit diesen beiden

Drei Dinge in octoja tragen einen ähnlichen Namen. Sie sind voneinander unabhängig und können nebeneinander laufen:

  • Antivirus-Status ist der allgemeine Endgeräte-Check. Er liest aus, was das Windows-Sicherheitscenter über den jeweils installierten Virenschutz weiß — Microsoft Defender, Bitdefender, Sophos, ESET, SentinelOne, CrowdStrike und andere. Er gibt dir einen herstellerunabhängigen Überblick, aber keine Securepoint-spezifischen Details wie den GuardX-Dienst, die Quarantäne-Anzahl oder das Update-Log.
  • Securepoint UTM (SNMP) ist eine Hersteller-Option im Check Netzwerk-Firewall (Appliance). Sie überwacht eine Securepoint-Firewall-Appliance über SNMP — Durchsatz, Sessions, VPN, Hochverfügbarkeitsstatus und Lizenz. Mit Endgeräte-Virenschutz hat sie nichts zu tun und wird keinen Arbeitsplatzrechnern zugewiesen.

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