Remote-Operationen

Geräte über Terminal, Datei-Explorer, Dienst- und Prozessverwaltung fernsteuern

Remote-Operationen

Mit octoja kannst du direkt über den Browser mit verbundenen Geräten interagieren. Du musst keine Remote-Access-Tools auf deinem eigenen Rechner installieren — alles läuft über die octoja-Weboberfläche und den bereits auf dem Gerät installierten Agenten.

Dieser Artikel erklärt jede Remote-Funktion und wie sie zusammenhängen. Schritt-für-Schritt-Anleitungen findest du in den verlinkten How-To-Artikeln.

Remote-Zugriff benötigt sowohl Zugriff auf das Gerät als auch die passende Erlaubte Aktion unter Administration → Gruppen → Gerätezugriff. So kannst du Terminal freigeben, ohne Remotedesktop zu erlauben. Ein sichtbares Gerät allein berechtigt noch nicht zu Remote-Operationen. Das Zusammenspiel von Kunden-, Geräte- und Aktionszugriff erklärt Benutzer, Gruppen und Berechtigungen.

Was du aus der Ferne tun kannst

FunktionBeschreibungStatus
Remote-TerminalShell-Sitzung auf einem Gerät öffnenVerfügbar
Live-PerformanceCPU-, Arbeitsspeicher-, Festplatten-, Netzwerk- und GPU-Auslastung in Echtzeit anzeigenVerfügbar
DienstverwaltungSystemdienste starten, beenden und neu starten sowie den Starttyp eines Dienstes festlegen (Windows-Agent)Verfügbar
ProzessverwaltungLaufende Prozesse anzeigen und beendenVerfügbar
Lokale BenutzerkontenEin lokales Konto anlegen, aktivieren oder deaktivieren und sein Kennwort ändernVerfügbar
Datei-ExplorerDateisystem durchsuchen, Dateien hoch- und herunterladen, Ordner erstellen sowie Einträge auf dem Gerät umbenennen, löschen, zippen oder entpackenVerfügbar
SpeicheranalyseSpeicherbelegung eines Geräts analysieren und sehen, welche Ordner den meisten Platz belegenVerfügbar
Registry-EditorWindows-Registry durchsehen, durchsuchen und bearbeitenVerfügbar (Windows-Agent)
Ereignisprotokoll-AnzeigeWindows-Ereignisprotokolle mit Kanalbaum, Filtern und Export durchsehenVerfügbar (Windows-Agent)
Remote-DesktopBildschirm eines Geräts anzeigen und steuernVerfügbar (Windows, macOS ab Version 14)

So sieht die Gerätedetailseite mit der Remote-Operations-Toolbar und den Live-Performance-Diagrammen aus:

Die Gerätedetailseite von NORTHWIND-WS-001 mit dem Status ONLINE. Die obere Toolbar zeigt die Symbole für Terminal, Dateien, Registry, Ereignisprotokoll, Remote-Desktop und das weitere-Aktionen-Menü. Der Tab System ist aktiv, und der darunterliegende Bereich zeigt Karten für CPU, Arbeitsspeicher und Laufwerke (Laufwerke: C: 52,1 % belegt, 245 GB frei; CPU- und RAM-Karten noch ohne Wert).

Die Geräte-Toolbox

Die meisten dieser Funktionen laufen nicht auf der Gerätedetailseite selbst. Die Schaltflächen in der Toolbar öffnen die Toolbox — ein eigenes Browserfenster für dieses eine Gerät, in dem jedes Werkzeug einen eigenen Tab bekommt. Terminal, Datei-Explorer, Registry-Editor, Ereignisanzeige, Speicheranalyse und Remote Desktop sind allesamt Toolbox-Tabs, und du kannst bis zu zehn davon gleichzeitig geöffnet haben.

Die Toolbox öffnet sich einmal pro Gerät. Klickst du bei geöffneter Toolbox auf eine weitere Schaltfläche, kommt ein Tab im bestehenden Fenster hinzu statt eines zweiten Fensters — so bleibt eine Terminal-Sitzung am Leben, während du daneben etwas in der Registry nachschlägst.

Remote-Terminal

Du kannst eine browserbasierte Terminal-Sitzung auf jedem verbundenen Gerät öffnen. Das Terminal bietet die Shells an, die auf dem Gerät tatsächlich installiert sind — je nach Betriebssystem sind das typischerweise:

PlattformTypische Shells
WindowsPowerShell 7 (pwsh), Windows PowerShell, cmd
Linuxbash, zsh, sh, fish, PowerShell 7 (pwsh)
macOSzsh, bash, sh, fish, PowerShell 7 (pwsh)

Das Terminal enthält ein Schnellbefehle-Menü mit Abkürzungen für häufige administrative Aufgaben, sodass du oft verwendete Befehle nicht aus dem Gedächtnis eintippen musst.

Terminal-Sitzungen erfordern eine aktive Verbindung zwischen dem Agenten und der Plattform. Wenn das Gerät während einer Sitzung offline geht, wird die Sitzung beendet.

Verwandter Artikel: Terminal auf einem Gerät öffnen

Live-Performance-Telemetrie

Die Gerätedetailseite zeigt Echtzeit-Performance-Daten, die alle 2 Sekunden aktualisiert werden:

  • Laufwerke — belegter Speicherplatz pro Volume
  • CPU — aktuelle Prozessorauslastung mit Live-Diagramm
  • RAM — aktuelle Arbeitsspeicher-Auslastung mit Live-Diagramm
  • Netzwerk — Durchsatz pro Netzwerkadapter
  • GPU — Auslastung und Videospeicher pro Karte. Diese Karte erscheint nur auf Geräten, die eine GPU melden.

Dies sind Live-Daten, die vom Agenten gestreamt werden, solange du die Seite betrachtest. Sie werden nicht historisch gespeichert — wenn du die Seite verlässt, stoppt der Live-Feed. Historische Leistungsdaten werden stattdessen über Checks erfasst.

Verwandter Artikel: Geräteleistung live überwachen

Dienst- und Prozessverwaltung

Von der Gerätedetailseite aus kannst du:

  • Dienste — alle Systemdienste mit ihrem aktuellen Status anzeigen (laufend, gestoppt usw.). Jeden Dienst direkt starten, beenden oder neu starten. Auf Geräten mit Windows-Agent kannst du außerdem in der Spalte Starttyp den Starttyp eines Dienstes auf Automatisch, Manuell oder Deaktiviert setzen.
  • Prozesse — laufende Prozesse mit Ressourcenverbrauch anzeigen. Einen Prozess nach PID beenden.

Diese Aktionen werden sofort auf dem Gerät ausgeführt.

Verwandter Artikel: Geräteleistung live überwachen

Lokale Benutzerkonten

Der Bereich Lokale Benutzer auf der Gerätedetailseite listet die lokalen Konten des Geräts auf. Du kannst ein Konto anlegen, aktivieren oder deaktivieren und sein Kennwort ändern — unter Windows, Linux und macOS gleichermaßen. Beim Anlegen nimmt Administratorrechte vergeben das Konto direkt in die Administratorgruppe des Betriebssystems auf.

Dafür gibt es eine eigene erlaubte Aktion, Lokale Benutzerverwaltung — du kannst also Gerätezugriff vergeben, ohne das Anlegen von Konten mitzugeben.

Datei-Explorer

Der Tab Datei-Explorer ermöglicht dir, das Dateisystem eines verbundenen Geräts zu durchsuchen. Er öffnet sich mit einer Liste der Laufwerke des Geräts; unter Windows erscheint eine verbundene Netzwerkfreigabe dort als Netzlaufwerk. Von dort aus kannst du:

  • Verzeichnisse durchsuchen und versteckte Dateien einblenden
  • Dateien auf das Gerät hochladen und von ihm herunterladen
  • Ordner erstellen sowie Einträge umbenennen oder löschen
  • Einträge in ein Zip-Archiv packen oder ein Archiv entpacken
  • Den aktuellen Ordner in einem Terminal-Tab öffnen oder an die Speicheranalyse übergeben

Registry-Editor (Windows)

Der Tab Registry-Editor öffnet einen browserbasierten Editor für die Windows-Registry. Du kannst den Hive-Baum durchsuchen, Schlüssel und Werte einsehen und Einträge direkt hinzufügen, umbenennen oder löschen.

Mit Strg+F durchsuchst du die Registry des Geräts. Du wählst, worin gesucht wird — Schlüsselnamen, Wertnamen, Wertdaten — und ob Alle Stammschlüssel oder nur Dieser Schlüssel durchsucht werden. Die Suche läuft weiter, nachdem du das Suchfeld geschlossen hast — du kannst also weiterblättern und später zu den Treffern zurückkehren.

Der Editor kommuniziert mit dem Agenten über denselben Realtime-Tunnel wie Terminal und Datei-Explorer — Änderungen werden sofort auf dem Gerät wirksam. Nur auf Geräten mit Windows-Agent verfügbar.

Ereignisprotokoll-Anzeige (Windows)

Der Tab Ereignisanzeige ermöglicht dir, das Windows-Ereignisprotokoll direkt im Browser zu lesen. Ein Kanalbaum listet die Windows-Protokolle auf — Application, Security, Setup, System und Forwarded Events — gefolgt von den Anwendungs- und Dienstkanälen, die das Gerät meldet.

Jeder Filter ist ein eigenes Bedienelement: ein Volltextfeld Ereignisse suchen, ein Feld Ereignis-IDs, ein Menü Ebene, ein Feld Quelle sowie die Datumsfelder Von und Bis. Exportieren schreibt das Ergebnis in eine Datei — ein XML-Archiv (.zip), das alle gesetzten Filter einschließlich des Suchtexts übernimmt, oder ein Natives Protokoll (.evtx), das nur Ebenen-, Ereignis-ID- und Datumsfilter anwendet. Ist kein Datumsbereich gesetzt, warnt octoja dich, bevor das gesamte Protokoll exportiert wird.

Wie der Registry-Editor streamt sie live vom Agenten und ist nur auf Geräten mit Windows-Agent verfügbar.

Remote-Desktop

Mit Remote-Desktop kannst du den Bildschirm eines Geräts direkt im Browser anzeigen und steuern — ohne RDP-Client und ohne VPN. Remote-Desktop unterstützt Windows und macOS ab Version 14. Unter macOS muss ein Benutzer grafisch angemeldet sein und die Berechtigungen für Bildschirmaufnahme und Bedienungshilfen erteilen. Die Anleitung beschreibt die Voraussetzungen und Plattformunterschiede.

Datei-Upload per Drag-and-drop. Ziehe während einer aktiven Remote-Desktop-Sitzung eine Datei von deinem lokalen Rechner auf den entfernten Bildschirm, um sie hochzuladen. octoja legt die Datei im Downloads-Ordner des aktuell am entfernten Gerät angemeldeten Benutzers ab — praktisch, um einen Installer oder ein Log-Sammelskript zu übergeben, ohne zum Tab Datei-Explorer zu wechseln.

Verwandter Artikel: Remote-Desktop verwenden

Was eine aktive Verbindung erfordert

Alle Remote-Operationen erfordern, dass das Gerät online und mit der octoja-Plattform verbunden ist. Wenn ein Gerät offline ist, stehen Terminal-Sitzungen, Live-Performance-Daten, Dienst-/Prozessverwaltung und der Datei-Explorer nicht zur Verfügung.

Auf der Gerätedetailseite werden die Schaltflächen Remote Desktop, Terminal, Datei-Explorer, Registry-Editor und Ereignisanzeige ausgeblendet, solange das Gerät offline ist. Die Schaltflächen Registry-Editor und Ereignisanzeige erscheinen nur auf Windows-Geräten. Alle Schaltflächen erscheinen wieder, sobald das Gerät erneut verbunden ist.

Der Agent stellt automatisch eine neue Verbindung her, wenn das Gerät wieder online kommt, aber interaktive Sitzungen aus der vorherigen Verbindung werden nicht fortgesetzt.

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