RAID-Status-Check-Referenz

Alle Parameter, Schwellenwerte und Konfigurationsoptionen für den RAID-Status-Check in octoja.

Der RAID-Status-Check überwacht RAID-Arrays und warnt, wenn ein Array degradiert oder ausgefallen ist. Er deckt Linux-mdadm-Software-RAID und ZFS-Pools sowie Windows Storage Spaces und Hardware-/Firmware-RAID ab. Im Check-Katalog erscheint er als RAID-Status (EN: RAID Status); standardmäßig läuft er alle 60 Minuten.

Konfigurationsfelder

FeldTypErforderlichStandardBeschreibung
Linux Software-RAID prüfenBooleanNeinJaLinux-mdadm-RAID-Arrays überwachen
Windows Storage Spaces prüfenBooleanNeinJaWindows Storage Spaces Pools überwachen
Windows Hardware-/Firmware-RAID prüfenBooleanNeinJaController- und Intel RST/VROC-RAID-Volumes (Bustyp RAID) über Get-PhysicalDisk erkennen
Linux ZFS-Pools prüfenBooleanNeinJaZFS-Pool-Zustand über zpool status überwachen; übersprungen, wenn ZFS nicht installiert ist

Erfasste Metriken

  • Array-Name (pro Array)
  • Array-Status (healthy, degraded, unhealthy, unknown oder rebuilding — mit dem Neuaufbau-Prozentsatz, während ein Array neu synchronisiert)
  • Array-Level (z. B. raid1, raid5, Storage Spaces, ZFS, RAID für Windows-Hardware-/Controller-Volumes)
  • Anzahl aktiver und gesamter Festplatten pro Array
  • Mitgliedsfestplatten pro Array — Name und Status jedes Mitglieds eines mdadm-Arrays (online, faulted, rebuilding oder avail für eine Ersatzfestplatte), eines ZFS-Pools (der kleingeschriebene Gerätestatus aus zpool status, etwa online, degraded, faulted, offline oder removed) und eines Storage-Spaces-Pools (healthy, degraded, unhealthy, rebuilding oder unknown); ZFS-Pools melden ihre Mitglieder anstelle einer Anzahl aktiver/gesamter Festplatten
  • Anzahl der Lese-, Schreib- und Prüfsummenfehler pro Mitgliedsfestplatte (nur ZFS)
  • Ergebnis-Status pro Array

Plattformunterstützung

PlattformUnterstütztTechnologie
WindowsJaStorage Spaces + Hardware-/Firmware-RAID (Intel RST/VROC und Controller über Get-PhysicalDisk, Bustyp RAID)
LinuxJamdadm + ZFS
macOSNein

Schweregrad-Zuordnung

BedingungResultierender Schweregrad
Ein Array wird neu aufgebaut, resilvert oder gewartet (Redundanz reduziert, aber in Wiederherstellung)Warning
Linux: degradiertes mdadm-ArrayCritical
Linux: Array ist inaktiv oder konnte nicht zusammengesetzt werden (Redundanz verloren)Critical
Linux: aktives Array mit allen Mitgliedern und ohne Redundanzzeile (z. B. raid0/linear)Success (keine Warnung)
Linux: aktives Array, bei dem noch alle Mitglieder vorhanden sind, während eine Neusynchronisierung, ein Reshape oder eine Konsistenzprüfung läuftSuccess (keine Warnung)
Linux: ZFS-Pool-Status DEGRADED ohne laufendes ResilveringCritical
Linux: ZFS-Pool-Status FAULTED, UNAVAIL, REMOVED oder SUSPENDEDCritical
Linux: ZFS-Pool meldet weiterhin ONLINE, aber eine Mitgliedsfestplatte ist FAULTED, UNAVAIL, REMOVED oder SUSPENDEDCritical
Linux: ZFS-Pool meldet weiterhin ONLINE, aber eine Mitgliedsfestplatte ist OFFLINE, INUSE oder SPLIT oder protokolliert Lese-, Schreib- oder PrüfsummenfehlerWarning
Linux: ZFS ist nicht installiert oder zpool status meldet keine PoolsKein Ergebnis (keine Warnung)
Windows: Storage-Spaces-Pool nicht gesund — HealthStatus = Warning, jeder andere gemeldete nicht-gesunde Wert oder OperationalStatus ungleich OKCritical
Windows: Controller-/Firmware-RAID-Volume bleibt nach dem Ausfall einer Mitgliedsfestplatte bei Healthy / OKSuccess (keine Warnung; der degradierte Zustand des Mitglieds ist für den Check nicht sichtbar)
Windows: Pool oder Volume, dessen Zustand Windows nicht meldet (HealthStatus ist Unknown oder leer) — der Normalfall bei Controller-/Firmware-RAIDSuccess (keine Warnung)
Linux: /proc/mdstat fehltKein Ergebnis (keine Warnung)
Unerwarteter Fehler bei der Ausführung des ChecksFehler (der Check meldet einen Fehlschlag)

Hinweise

  • Der Check liest den RAID-Zustand vom Betriebssystem. Unter Linux liest er mdadm-Arrays über /proc/mdstat und ZFS-Pools über zpool status (übersprungen, wenn ZFS nicht installiert ist). Unter Windows liest er Storage Spaces über die integrierte Storage-Management-Schnittstelle sowie Controller-/Firmware-RAID-Volumes (einschließlich Intel RST/VROC) über Get-PhysicalDisk, wobei ein RAID-Volume als einzelne Festplatte mit Bustyp RAID erscheint. Primordiale (nicht konfigurierte) Storage-Spaces-Pools werden ausgeschlossen, sodass nur von dir erstellte Pools gemeldet werden.
  • Controller-/Firmware-RAID stellt nur den Gesamtzustand des Volumes bereit, den der Windows-Storage-Stack meldet. Bleibt das Volume nach dem Ausfall einer Mitgliedsfestplatte bei Healthy / OK, bleibt auch das Check-Ergebnis bei Success. Eine Degradation solcher Arrays ist daher nicht zuverlässig erkennbar. Verwende das RAID-Verwaltungswerkzeug des Controller-Herstellers als zusätzliche Überwachung.
  • Für Controller-/Firmware-RAID-Volumes wird keine Anzahl der Mitgliedsfestplatten angezeigt, weil die einzelnen Festplatten nicht über das RAID-Volume bereitgestellt werden. Der SMART-Check kann den Zustand einzelner Festplatten nur ergänzen, wenn Windows diese Festplatten bereitstellt; Hardware-Controller und einige Intel-RST-Konfigurationen tun das nicht.
  • Mitgliedsfestplatten erscheinen im Detailbereich des Checks unterhalb ihres Arrays. ZFS-Mitglieder sind eingerückt und bilden so den vdev-Baum des Pools ab: Die Festplatten einer mirror- oder raidz-Gruppe stehen unter dieser Gruppe, und Abschnittsüberschriften wie logs, cache und spares stehen über ihren Geräten; die Lese-, Schreib- und Prüfsummenzähler eines Mitglieds werden daneben angezeigt, sobald einer davon ungleich null ist, und jeder Hinweis, den zpool status zu einem Mitglied ausgibt — (resilvering) oder currently in use für eine eingesprungene Ersatzfestplatte — erscheint neben dessen Namen. Eine Festplatte, die mdadm vollständig entfernt hat, taucht in /proc/mdstat nicht mehr auf und fällt damit aus der Liste — erst die Anzahl aktiver/gesamter Festplatten macht die entstandene Lücke sichtbar.
  • Ein Problem auf Mitgliedsebene eskaliert nur einen ZFS-Pool, der weiterhin ONLINE meldet. Sobald ein Pool als degradiert gilt oder ein Resilvering läuft, bestimmt sein eigener Status den Schweregrad — eine Festplatte, die während eines Resilverings erwartungsgemäß REMOVED ist, treibt einen sich erholenden Pool also nicht auf Critical.

Siehe auch: RAID-Status-Check konfigurieren