VMware-(ESXi / vCenter)-Check-Referenz
Konfigurationsfelder, Warnschwellen, überwachte Dimensionen und unterstützte Plattformen für den VMware-Check in octoja.
VMware-(ESXi / vCenter)-Check-Referenz
Konfigurationsoptionen und Warnverhalten für den VMware-(ESXi / vCenter)-Check.
Der VMware-Check verbindet sich über die vSphere-SOAP-API mit einem vCenter Server oder einem eigenständigen ESXi-Host und wertet vier Dimensionen aus: Host-Alarme, VM-Power-States, Datastore-Kapazität und die Hardware-Temperatur des Hosts. Standard-Intervall: 5 Minuten. Der Check läuft auf dem octoja-Agenten; das überwachte vCenter/ESXi braucht keinen Agenten.
Konfigurationsfelder
Warnverhalten
Erfasste Metriken
Je Check-Lauf:
- Virtuelle Maschinen — Anzahl laufender VMs im Verhältnis zum Gesamtinventar
- Datastores — Datastore-Anzahl sowie je Datastore Kapazität in GB, freier Speicher in GB, Auslastung in % und errechneter Schweregrad
- Alarme — Liste der Host-Alarme (Name, Status-Text, Entity-Name, Schweregrad)
- Problem-VMs — Liste pausierter VMs (Name, Power-State, Schweregrad)
- Host-Temperaturen — je Host mit Sensoren jeder gemeldete Temperatursensor (Sensorname, °C, vom Host gemeldeter Zustand, Schweregrad), heißester zuerst, dazu der zusammengefasste Schweregrad des Hosts
Plattform-Unterstützung
Der Check läuft auf dem Agent-Gerät und fragt den vCenter-/ESXi-SOAP-Endpunkt über das Netzwerk ab, funktioniert also auf jedem Agent-Gerät, das diesen Endpunkt erreichen kann — das Agent-Betriebssystem spielt keine Rolle. Jede Plattform wird sowohl als x64- als auch als Arm64-Build ausgeliefert.
Hinweise
- Der Check läuft alle 5 Minuten auf dem Agenten. Das Intervall ist nicht durch den Benutzer konfigurierbar.
- Du kannst den Check sowohl einem Netzwerkgerät als auch einem Agent-Gerät zuweisen. Bei einem ESXi- oder vCenter-Netzwerkgerät wird das Feld Host nicht angezeigt — octoja setzt die eigene IP-Adresse dieses Geräts ein — und der als Überwachungsgerät hinterlegte Agent führt den Check aus.
- Der vSphere-Benutzer braucht Lesezugriff auf das zu überwachende Inventar. Die eingebaute Rolle Read-only reicht aus; weise sie auf der Inventar-Ebene zu, die du abdecken möchtest (Host, Cluster, Datacenter oder Root).
- Ein Host erzeugt pro Lauf höchstens einen Alarm. Die Host-Bedingungen in der Tabelle oben werden in dieser Reihenfolge ausgewertet, die erste zutreffende gewinnt — ein Host, der ausgeschaltet ist und zugleich den Gesamtstatus gelb meldet, wird einmal als Ausgeschaltet gemeldet.
- Datastore-Schwellenwerte werden je Datastore gegen die globalen Warn-/Kritisch-Schwellen ausgewertet. Der Check unterstützt aktuell keine Überschreibungen je Datastore.
- Ist eine Warn-Schwelle höher als die zugehörige Kritisch-Schwelle gesetzt, vertauscht der Check die beiden Werte zur Laufzeit stillschweigend. Das gilt für das Datastore-Paar ebenso wie für das Ansaugluft-Paar.
- Die Ansaugluft-Schwellen gelten nur für Sensoren, deren Name inlet oder ambient enthält (zum Beispiel System Board Inlet Temp, 01-Inlet Ambient, Ambient Temp). Jeder andere Sensor — CPU-Die, DIMM, Netzteil, Spannungsregler — wird ausschließlich anhand des Zustands bewertet, den die Host-Firmware meldet; eine CPU mit 78 °C bleibt daher konstruktionsbedingt grün.
- Die SOAP-Sitzung wird je Check-Intervall geöffnet, abgefragt und geschlossen — der Agent hält keine langlebige Verbindung.
- Für eine Umgebung mit mehreren vCentern konfiguriere einen Check pro vCenter. Der Check föderiert nicht über vCenter hinweg.
- Der Checks-Tab des Geräts visualisiert die Datastore-Nutzungs-Historie mit gestrichelten Linien für die Warn- und Kritisch-Schwellen, aggregiert wiederholte Host-Alarme zu einer Liste der Alarm-Ereignisse und zeichnet je Host eine Historie der Spitzentemperatur.
Siehe auch: Einen VMware-(ESXi / vCenter)-Check konfigurieren