Einen Synology-Check konfigurieren
Schritt-für-Schritt-Anleitung: Einen Synology-Check in octoja erstellen und konfigurieren.

Ein Synology-Check überwacht Synology-NAS-Geräte per SNMP — Festplattengesundheit, RAID-Status, Volume-Nutzung, Temperatur, I/O-Last und verfügbare DSM-Updates. Er gibt dir eine Frühwarnung bei Speicher- und Hardwareproblemen.
Voraussetzungen
- Du benötigst die Berechtigung Monitoring-Check-Verwaltung. Dein Administrator vergibt Berechtigungen unter Administration → Gruppen.
- Das Zielgerät muss einen verbundenen Agent mit Netzwerkzugang zum NAS haben.
- Auf dem Synology-NAS muss SNMP aktiviert sein — siehe Synologys SNMP-Dokumentation.
Schritte
- Gehe zu Geräte und öffne das Gerät, das Netzwerkzugang zum Synology-NAS hat.
- Klicke auf den Tab Checks → Check hinzufügen → Synology NAS.
- Gib den NAS-Hostnamen oder die IP-Adresse in das Feld Host ein (erforderlich). Lass die SNMP-Version auf dem Standard
v2c, außer dein NAS erlaubt nur SNMPv3 — wechsle dann aufv3und fülle die Zugangsdaten-Felder aus (Details in der Synology-Check-Referenz). Beiv2cist das Feld SNMP Community optional und mitpublicvorausgefüllt — ändere es nur, wenn dein NAS eine andere Community verwendet. - Konfiguriere die Schwellenwerte:
- Lass unter DSM-Updates die Option Warnen, wenn ein DSM-Update verfügbar ist eingeschaltet — das ist die Standardeinstellung —, wenn der Check ausstehende DSM-Updates melden soll. Schalte sie aus, wenn du DSM-Updates an anderer Stelle verfolgst.
- Klicke auf Check hinzufügen.
Synology-Backup-Check — DSM-Konto und Produkte
Der separate Check Synology Backup meldet sich mit einem Benutzerkonto an DSM an statt über SNMP. Er liest Aufträge aus Hyper Backup, Active Backup for Business und Active Backup for Microsoft 365. Du kannst jedes Produkt in den Check-Einstellungen einzeln ein- oder ausschalten. Für getrennte Alarme legst du mehrere Check-Instanzen an und aktivierst darin jeweils ein anderes Produkt — zum Beispiel einen Check für Active Backup und einen für Hyper Backup.
Backup-Ergebnisse einordnen
Fehlgeschlagene Sicherungsversionen zählen nur, wenn sie neuer als die letzte erfolgreiche Sicherung sind. Ein späterer Erfolg löst damit den Alarm für ältere Fehlversuche ab; Altersgrenzen und der aktuelle Auftragsstatus werden weiterhin geprüft. Liefert ein aktiviertes Produkt keine Aufträge, meldet der Check eine Warnung, nicht einen gesunden Backup-Zustand. Prüfe dann, ob du das richtige NAS und Produkt ausgewählt hast und ob das Konto die Aufträge lesen darf. Bei einer abgelehnten Abfrage nennt die Meldung das betroffene Produkt und den DSM-Fehlercode.
DSM-Zugriff prüfen
- Verwende ein eigenes Monitoring-Konto in der DSM-Gruppe
administrators. Die vom Check verwendeten DSM-Endpunkte für Auftragslisten benötigen in der Praxis Administratorzugriff. Ohne diese Gruppenmitgliedschaft kann eine Auftragsliste — besonders bei Hyper Backup — leer bleiben oder von DSM abgelehnt werden, obwohl die Anmeldung erfolgreich ist. Das Konto braucht außerdem Zugriff auf alle ausgewählten Backup-Pakete. - Eine erfolgreiche DSM-Anmeldung reicht daher nicht als Berechtigungsnachweis: Ein leeres Ergebnis kann bedeuten, dass tatsächlich keine Aufträge vorhanden sind, oder dass das Konto die Auftragsliste nicht lesen darf. Prüfe Gruppenmitgliedschaft und Paketzugriff, bevor du von einer leeren Konfiguration ausgehst.
- Richte die Hyper-Backup-Überwachung auf dem Quell-NAS ein. Der Check liest die Hyper-Backup-Aufträge, die auf dem überwachten NAS konfiguriert sind. Ein NAS, das nur als Ziel für Hyper Backup Vault dient, hat keine solchen Quellaufträge; eingehende Vault-Sicherungsziele überwacht der Check nicht.
- Lass die Zwei-Faktor-Authentifizierung für das Monitoring-Konto ausgeschaltet. Der Check meldet sich nicht-interaktiv an und kann keine OTP-Abfrage beantworten — mit aktivierter 2FA schlägt jede Anmeldung fehl.
- Achtung vor der automatischen Blockierung in DSM. DSM blockiert die Client-IP nach mehreren fehlgeschlagenen Anmeldungen. Ist ein falsch konfigurierter Check ein paarmal gelaufen, schlagen selbst die korrigierten Zugangsdaten fehl, bis du die Blockierung in DSM unter Systemsteuerung → Sicherheit → Schutz aufhebst (oder die IP des Überwachungsgeräts auf die Zulassungsliste setzt).
- Das Passwort darf nicht abgelaufen sein. Ein Konto im Zustand „Passwort muss geändert werden“ kann die nicht-interaktive Anmeldung nicht abschließen — melde dich einmal im Browser an und schließe die Passwortänderung ab.
Tipps
- Aktiviere SNMP auf dem NAS in DSM gemäß Synologys SNMP-Dokumentation — aktiviere SNMPv2c und setze einen Community-String (octoja erwartet standardmäßig
public), oder aktiviere SNMPv3, falls deine Sicherheitsrichtlinie authentifizierten Zugriff verlangt. - Der Check überwacht den RAID-Status automatisch — ein degradiertes RAID-Array löst einen kritischen Alarm aus.
- Auch der Status von System- und CPU-Lüfter wird auf Modellen überwacht, die die Standard-Synology-SNMP-MIB bereitstellen — ein ausgefallener Lüfter löst einen Alarm aus.
- Ist Warnen, wenn ein DSM-Update verfügbar ist eingeschaltet, löst ein ausstehendes DSM-Update eine Warnung aus, keinen kritischen Alarm. Der Check warnt außerdem, wenn das NAS den Update-Server von Synology nicht erreichen kann — eine fehlgeschlagene Update-Prüfung bleibt so nicht unbemerkt.
Nach dem ersten Check-Intervall siehst du das Ergebnis im Checks-Tab des Geräts.
Siehe auch: Synology-Check-Referenz