So funktionieren Kunden, Standorte und Geräte
Wie octoja Kunden, Standorte und Geräte organisiert und die Daten deiner Kunden voneinander trennt
Als IT-Dienstleister verwaltest du alle deine Kunden in einer octoja-Instanz. octoja ordnet die überwachten Umgebungen in einer einfachen Hierarchie — Kunde, Standort und Gerät — und hält die Daten der einzelnen Kunden voneinander getrennt.
Kunde
Ein Kunde ist die verwaltete Organisation. Jedes Unternehmen, das du betreust, ist ein eigener Kunde. Wenn deine Organisation die einzige verwaltete Umgebung ist, kannst du dafür einen einzelnen Kunden anlegen, um kundenbasierte Filter und Zugriffssteuerung zu nutzen.
Beispiele: „Acme GmbH“, „Mueller & Partner“, „Stadt IT-Abteilung“
Ein Gerät mit Agent kann einem Kunden zugewiesen werden, muss es aber nicht. Ein Gerät ohne Zuweisung zeigt in der Spalte Kunde einen Strich; über den Eintrag Ohne Kunde im Kundenfilter der Geräteliste oder unter Nicht zugewiesene Geräte im Dashboard-Baum findest du diese Geräte. Netzwerkgeräte sind die Ausnahme: Du legst sie von Hand an, und dabei ist ein Kunde Pflicht.
Standort
Ein Standort ist ein physischer Ort innerhalb eines Kunden, z. B. ein Büro, ein Lager oder ein Rechenzentrum.
Beispiele: „Hauptsitz“, „Niederlassung München“, „AWS Frankfurt“
Standorte sind optional — ein Kunde mit nur einem Standort kommt ohne sie aus. Im Dashboard-Baum zeigt ein aufgeklappter Kunde mit angelegten Standorten die Zeile Ohne Standort, wenn ihm Geräte ohne Standortzuweisung zugeordnet sind. Bei Kunden ohne angelegte Standorte wird diese zusätzliche Zeile nicht angezeigt; ihre Geräte findest du direkt unter dem Kunden.
Gerät
Ein Gerät ist ein überwachter Arbeitsplatz, Server oder ein anderes unterstütztes System. Die meisten Geräte führen den octoja-Agent aus und registrieren sich selbst. Ein Netzwerkgerät — etwa ein Switch, Router, eine Firewall, ein Drucker, ein NAS oder ein ESXi-Host — hat keinen Agent: Du legst es von Hand an und wählst eines deiner Geräte mit Agent aus, das es abfragt.
Ein Gerät kann einem Kunden und optional einem Standort dieses Kunden zugewiesen werden. Eine Standortzuweisung existiert nur innerhalb ihres Kunden — verschiebst du ein Gerät zu einem anderen Kunden, wird der bisherige Standort nicht übernommen. Du kannst stattdessen einen Standort des neuen Kunden zuweisen.
Beispiele: „fileserver-01“, „reception-pc“, „router-hq“
Trennung der Kundendaten
Die Trennung zwischen deinen Kunden läuft über den Kunden: Geräte und Meldungen gehören zu einem Kunden, und die Geräte und Meldungen eines Kunden bleiben für andere Kunden unsichtbar. Dashboards und Berichte filterst du nach Kunde oder Standort; einen Bericht erzeugst du für einen einzelnen Kunden oder über alle Kunden hinweg.
Benutzer sind dagegen keinem Kunden zugeordnet. Was ein Benutzer erreicht, legen die Gruppen fest, denen er angehört:
- Der Kundenzugriff einer Gruppe gewährt Zugriff auf alle Kunden, auf bestimmte Kunden oder auf jeden Kunden, der einer Kunden-Tag-Regel entspricht.
- Der Gerätezugriff grenzt diese Reichweite innerhalb dieser Kunden weiter ein und legt fest, welche Aktionen die Mitglieder auf den erreichbaren Geräten ausführen dürfen.
Ein Gerät oder eine Meldung ohne Kunden erreichen nur Gruppen, deren Kundenzugriff alle Kunden umfasst — bis du einen Kunden zuweist.
Unter Administration → Zugriffsübersicht siehst du das Ergebnis nach Benutzer, nach Kunde und nach Gerät, zusammen mit der Gruppe, die den Zugriff gewährt, und dem Grund dafür. Wie du Gruppen und ihren Zugriff einrichtest, erklärt So funktionieren Benutzer, Gruppen & Berechtigungen.
White-Labeling legst du einmal für die gesamte octoja-Instanz fest, nicht pro Kunde.
Geräte-Identität: Wiedererkennung bei Neuinstallation
octoja erkennt ein Gerät nicht am Namen oder an der Seriennummer wieder. Bei der Installation registriert sich der Agent mit einer eindeutigen Geräte-Identität, und jeder spätere Kontakt — auch ein frisch neu installierter Agent — wird genau gegen diese Identität abgeglichen. Das gilt für Geräte mit Agent; ein von Hand angelegtes Netzwerkgerät behält den Eintrag, den du dafür erstellt hast.
- Bekannte Identität: Der Kontakt wird an das bestehende Gerät gebunden; der Geräteeintrag und seine Historie bleiben erhalten. Ein zwischenzeitlich gelöschtes Gerät wird wiederhergestellt statt dupliziert. Bei erneuter Registrierung mit einem kundengebundenen Enrollment-Token übernimmt das Gerät dessen Kunden und Standort, auch wenn es bisher anders zugeordnet war. Hat das Token keinen Standort, wird der bisherige Standort entfernt. Ohne kundengebundenes Token bleibt eine gültige bestehende Zuordnung erhalten.
- Unbekannte Identität: octoja legt einen neuen Geräteeintrag an. Kunde und Standort ergeben sich aus dem bei der Installation verwendeten Enrollment-Token; ohne Token startet das Gerät ohne Zuweisung.
Geräte-Identität und Kundenzuordnung sind also unabhängig voneinander: Dasselbe Gerät kann nach einer Neuinstallation einem anderen Kunden zugeordnet sein. Damit werden auch der gruppenbasierte Zugriff und die kundenspezifischen Regeln neu ausgewertet. Prüfe vor einer Neuinstallation deshalb Kunde und Standort des Tokens. Die vollständigen Zuordnungsregeln findest du unter Enrollment-Tokens konfigurieren.
Standardmäßig wird die Geräte-Identität bei der Installation einmalig erzeugt und auf dem Gerät selbst gespeichert — unter Windows in der Registry, unter Linux und macOS in einer Konfigurationsdatei. Sie übersteht Agent-Neuinstallationen und -Updates, geht aber verloren, wenn das Betriebssystem komplett neu aufgesetzt wird. Unter Windows kann der Agent stattdessen so konfiguriert werden, dass er seine Identität aus einer eindeutigen Firmware-Kennung der Maschine bezieht; diese übersteht auch eine Betriebssystem-Neuinstallation. Meldet die Firmware keine verwertbare Kennung, fällt der Agent auf eine generierte Identität zurück.
In der Praxis: Solange der Agent dieselbe Identität verwendet, entsteht bei einer Neuinstallation oder einem Update kein Duplikat. Ein Duplikat entsteht nur, wenn sich der Agent mit einer Identität meldet, die octoja noch nicht kennt — etwa nach einem Hardware-Tausch oder wenn das Betriebssystem neu aufgesetzt wird und die lokal gespeicherte Identität dabei verloren geht.
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