Einen Netzwerk-Interface-Check konfigurieren

Netzwerkschnittstellen-Zustand, Fehler und Verbindungsstatus überwachen

Geschrieben von Erdinc Akay

Zuletzt aktualisiert Vor 25 Tagen

Einen Netzwerk-Interface-Check konfigurieren

Dialog „Check hinzufügen“ mit dem Editor für die Netzwerkschnittstelle — Schnittstellennamen, virtuelle Adapter ausschließen, Fehlerrate- und Verwerfungsrate-Schwellenwerte, erwartete Geschwindigkeit und Alarm bei Link-Down

Ein Netzwerk-Interface-Check überwacht den Zustand von Netzwerkadaptern — Linkstatus, Geschwindigkeit, Paketfehler und -verluste. Er erkennt Hardwareprobleme wie eine defekte NIC oder ein Kabelproblem, bevor sie Konnektivitätsverlust verursachen.

Voraussetzungen

  • Du benötigst die Berechtigung Monitoring-Check-Verwaltung.
  • Das Zielgerät muss einen verbundenen Agent haben.

Schritte

  1. Gehe zu Geräte und öffne das Gerät.
  2. Klicke auf den Tab ChecksCheck hinzufügenNetzwerkschnittstelle.
  3. Standardmäßig überwacht der Check alle nicht-Loopback-Interfaces — auch getrennte Interfaces sind enthalten, damit der Link-Down-Alarm auslösen kann; wenn du Alarm bei Link-Down deaktivierst, werden nur aktive Interfaces überwacht. Virtuelle Adapter (VMware, Hyper-V, VirtualBox, Docker, Tunnel) werden übersprungen. Du kannst bei Bedarf bestimmte Adapter unter Schnittstellennamen auflisten.
  4. Konfiguriere die Schwellenwerte:
FeldTypPflichtStandardBedeutung
Warnung Fehlerrate (%)ProzentNein0,1 %Warnung, wenn die Paketfehlerrate diesen Wert überschreitet
Kritische Fehlerrate (%)ProzentNein1,0 %Kritisch, wenn die Fehlerrate diesen Wert überschreitet
Warnung Verwerfungsrate (%)ProzentNein0,1 %Warnung, wenn die Paketverwerfungsrate diesen Wert überschreitet
Kritische Verwerfungsrate (%)ProzentNein1,0 %Kritisch, wenn die Verwerfungsrate diesen Wert überschreitet
Erwartete Geschwindigkeit (Mbps)MbpsNein0 (deaktiviert)Alarm, wenn die Linkgeschwindigkeit unter diesem Wert liegt (in Mbps)
Alarm bei Link-DownBoolescher WertNeinJaAlarm, wenn der Interface-Link nicht verbunden ist
Virtuelle Adapter ausschließenBoolescher WertNeinJaVirtuelle Adapter überspringen (VMware, Hyper-V, VirtualBox, Docker, Tunnel). Deaktivieren, um sie einzubeziehen.
  1. Klicke auf Check hinzufügen.

Tipps

  • Paketfehler auf einem kabelgebundenen Interface deuten normalerweise auf ein defektes Kabel, eine defekte NIC oder ein Switch-Port-Problem hin. Untersuche das sofort.
  • Setze Erwartete Geschwindigkeit für kritische Interfaces, um Geschwindigkeitsaushandlungsprobleme zu erkennen (z. B. eine 1-Gbps-NIC, die auf 100 Mbps zurückfällt).
  • Virtuelle Adapter (VPN-Clients, Docker-Bridges, Hyper-V-Switches) werden standardmäßig ausgeschlossen. Wenn du einen davon überwachen möchtest, deaktiviere Virtuelle Adapter ausschließen und führe ihn explizit unter Schnittstellennamen auf.
  • Auf einem Hyper-V-Gast behält Virtuelle Adapter ausschließen den echten Netzwerkadapter der Maschine. Die primäre NIC eines Gasts meldet sich als „Microsoft Hyper-V Network Adapter“ und wird überwacht, während der hostseitige virtuelle Switch (ein „Hyper-V Virtual Ethernet Adapter“ mit dem Namen „vEthernet (...)“) weiterhin als echter virtueller Adapter herausgefiltert wird.

Nach dem ersten Check-Intervall siehst du das Ergebnis im Checks-Tab des Geräts.

Siehe auch: Netzwerk-Interface-Check-Referenz