c-entron Service-Board anbinden
Den c-entron Webservice verbinden, Kunden nach octoja importieren und bei Bedarf Tickets aus Check-Alarmen erstellen.
Mit der Integration c-entron Service-Board kannst du Kunden aus c-entron nach octoja importieren und aus Check-Alarmen Tickets erstellen lassen. Du kannst auch nur den Kundenimport nutzen; dafür brauchst du weder ein Ticket-Mapping noch eine Alarmierungsregel.
Voraussetzungen
- Eine c-entron Developer API Lizenz. Wende dich für Lizenz und Freischaltung an Nexoware; ein Login im Service-Board allein reicht nicht.
- Die HTTPS-Adresse deines c-entron Webservice und die Zugangsdaten eines c-entron-Benutzers mit Zugriff auf die benötigten Daten.
- Die Berechtigung Integrationsverwaltung in octoja, für den Kundenimport zusätzlich Kundenverwaltung. Berechtigungen vergibst du unter Administration → Gruppen.
Die richtige URL verwenden
In das Feld Instanz-URL gehört die Basisadresse des c-entron Webservice, nicht die Adresse, unter der du das Service-Board im Browser öffnest. Die Integration heißt in octoja „c-entron Service-Board“, greift aber über den Webservice auf c-entron zu.
Ein Beispiel: Wenn der Anmelde-Endpunkt deines Webservice https://centron.example.com/CentronService/REST/Login lautet, trägst du Folgendes ein:
https://centron.example.com/CentronService
octoja ergänzt /REST/Login selbst. Der Hostname und der Pfad vor /REST hängen von deiner Installation ab. Übernimm deshalb nicht einfach das Beispiel oder die Adresse aus deinem Service-Board-Browserfenster. Falls du die Webservice-Adresse nicht kennst, frage den Administrator deiner c-entron-Installation oder Nexoware. Hintergrund findest du in der c-entron-Dokumentation zur Webservice-API.
Der Webservice muss von deiner octoja-Instanz aus über HTTPS erreichbar sein. octoja baut die Verbindung zur API auf, nicht der Agent auf einem Gerät. Die Firewall vor dem Webservice muss diese Anfragen an dessen Host und Port erlauben. Eine nur intern erreichbare Adresse oder http:// reicht nicht. Siehe IP-Adressen und Firewall-Freigaben.
Verbindung einrichten
- Öffne Administration → Integrationen und klicke bei c-entron Service-Board auf Einrichten.
- Gib Benutzername und Passwort des c-entron-Benutzers ein. Für den laufenden Ticketbetrieb empfiehlt sich ein eigenes Dienstkonto.
- Trage unter Instanz-URL die Webservice-Basisadresse ein, wie oben beschrieben.
- Klicke auf Verbindung testen. Fahre erst fort, wenn Verbindung erfolgreich. erscheint.
- Klicke auf Verbinden. Die Integrationsseite öffnet sich auf dem Reiter Konfiguration.
Verbinden speichert die Zugangsdaten, testet sie aber nicht. Nutze deshalb vorher Verbindung testen.
Der URL-Platzhalter im Dialog ist nur ein Beispiel. Verwende auch hier die Adresse deines Webservice, nicht die Service-Board-Webadresse.

Kunden aus c-entron Service-Board importieren
Nach dem Verbinden kannst du direkt importieren. Die Einstellungen für Tickets auf der Integrationsseite brauchst du dafür nicht.
- Öffne Kunden.
- Wähle im Menü … neben Kunde hinzufügen den Punkt Aus Ticketsystem importieren.
- Suche und markiere die gewünschten Kunden und bestätige den Import.
- Die angelegten Kunden findest du anschließend in der Kundenliste von octoja.
octoja übernimmt den Kundennamen und hinterlegt die c-entron-Kundennummer als externe Referenz. Die Zuordnung für spätere Tickets wird automatisch angelegt. Angeboten werden aktive Kundenkonten mit Kundennummer, keine Lieferanten oder Kontakte. Bereits zugeordnete Kunden sind als Bereits importiert markiert und nicht erneut auswählbar.
Sind die Kunden schon in octoja vorhanden? Importiere sie nicht noch einmal, sondern ordne sie wie im nächsten Abschnitt beschrieben zu. Der Import legt neue Kunden an; er gleicht bestehende Kunden nicht anhand ihres Namens ab.
Wenn sich stattdessen der Import eines anderen verbundenen Ticketsystems öffnet, kannst du in diesem Menü derzeit nicht zu Service-Board wechseln. Lege fehlende Kunden bei Bedarf in octoja an und ordne sie manuell zu. Trenne keine produktiv genutzte Integration nur für den Import.
Optional: Tickets aus Check-Alarmen erstellen
Für automatische Tickets brauchst du zusätzlich eine Kundenzuordnung und eine Alarmierungsregel. Das Verbinden oder Importieren allein erstellt keine Tickets.
Kunden zuordnen
Importierte Kunden sind bereits zugeordnet. Für bestehende octoja-Kunden:
- Öffne auf der Integrationsseite unter Konfiguration → Kunden-Mapping den Dialog Kunden zuordnen.
- Wähle zu jedem octoja-Kunden den passenden c-entron Service-Board-Kunden.
- Alternativ nutze … → Automatisch nach Name zuordnen. Prüfe die Vorschläge und ergänze fehlende Zuordnungen. Mehrdeutige Treffer musst du selbst auswählen.
- Klicke auf Zuordnungen speichern.
Mit … → Nur nicht zugeordnete anzeigen blendest du bereits zugeordnete Kunden aus.
Jeder Kunde kann nur einmal zugeordnet werden. Für ein Gerät ohne Kunden oder ohne passende Zuordnung erstellt octoja kein Ticket; der Versuch erscheint in der Historie als Übersprungen.
Ticket-Einstellungen festlegen
Unter Ticket-Mapping kannst du Tickettyp, Kategorien und Prioritäten vorgeben. Die Auswahl stammt aus den aktiven Einträgen in c-entron Service-Board.
Klicke auf Einstellungen speichern. Wenn du die Hauptkategorie änderst, werden beide Unterkategorien zurückgesetzt; wähle sie bei Bedarf neu aus.
Alarmierung aktivieren
- Öffne das Konfigurationspaket, wechsle zu Checks und öffne den gewünschten Check.
- Wähle oder erstelle auf dem Reiter Alarmierung eine Alarmierungskonfiguration.
- Füge den Kanal c-entron Service-Board-Ticket hinzu und lege fest, ab welcher Schwere und bei wie vielen fehlgeschlagenen Ergebnissen alarmiert werden soll.
- Speichere den Check.
Der Kanal ist nur bei verbundener Integration auswählbar. Die vollständigen Schritte findest du unter Alarmierung für einen Check einrichten.
Beim nächsten passenden Alarm erstellt octoja ein Ticket beim zugeordneten Kunden. Es enthält Check, Gerät, Status, Check-Ausgabe und einen Link zum Check in octoja. Prüfe den Zustellversuch im Reiter Historie und das Ticket in Service-Board.
Den anfänglichen Ticketstatus gibt die Service-Board-Vorlage vor; octoja überschreibt ihn nicht.
Was bei einer Entwarnung passiert
Ist der Check wieder in Ordnung, ergänzt octoja einen Kommentar am zugehörigen Ticket. Es wird nur geschlossen, wenn sein aktueller Status dem bei der Erstellung gespeicherten Status entspricht.
- Hat sich der Status geändert oder ist der ursprüngliche Status nicht bekannt, bleibt das Ticket offen. Prüfe und schließe es nach Abschluss der Bearbeitung in Service-Board.
- Setzt du den Status auf den ursprünglichen Wert zurück, kann octoja das Ticket bei der Entwarnung schließen. Entscheidend ist der aktuelle Status, nicht die Bearbeitungshistorie.
- Darf das Ticket geschlossen werden, verhindern leere Pflichtfelder das Schließen nicht. Bei einem erneuten Versuch nach einem Fehler kann der Kommentar mehrfach erscheinen.
- Wurde das Ticket gelöscht, hält die Historie fest, dass es nicht gefunden wurde. Ohne zuvor erstelltes Ticket erfolgt keine Entwarnungszustellung.
Ein neuer Alarm nach einer Entwarnung erstellt ein neues Ticket. Ticketstatus, Kommentare und Zuweisungen werden nicht laufend zurück nach octoja synchronisiert; Geräte werden nicht als Assets an Service-Board übertragen.
Offene Tickets prüfen: Wenn du die Alarmierungskonfiguration eines Checks wechselst, entfernst oder löschst oder den Service-Board-Kanal daraus entfernst, wird für die betroffenen offenen Alarme keine Entwarnung mehr gesendet. Schließe die Tickets bei Bedarf in Service-Board. Auch das Löschen eines Geräts, das Entfernen eines Checks oder das Trennen der Integration schließt keine bestehenden Tickets.
Probleme beheben
Bei erfolgreicher Erstellung findest du in der Antwort des Historieneintrags die Ticketnummer (number), sofern sie abgerufen werden konnte. Damit kannst du das Ticket in Service-Board finden. Eine fehlende Nummer allein bedeutet nicht, dass die Erstellung fehlgeschlagen ist.
Mit Suche, Vorgangs-, Ergebnis- und Datumsfiltern findest du in der Historie auch ältere gespeicherte Versuche. Der CSV-Export enthält alle passenden Zeilen, nicht nur die sichtbare Seite. Siehe Integrationshistorie prüfen und exportieren.
Fehlgeschlagene Zustellungen werden nach 1 Minute, 5 Minuten, 30 Minuten, 2 Stunden, 12 Stunden und 24 Stunden erneut versucht. Meldet der Webservice einen Fehler mit HTTP-Status 4xx, wird dieser Versuch nicht wiederholt. Eine pausierte Integration kann weiterhin Entwarnungen für zuvor erstellte Tickets senden.
Zugangsdaten ändern oder Verbindung trennen
- Öffne die Integrationsseite und scrolle zur Gefahrenzone.
- Klicke auf c-entron Service-Board trennen und bestätige mit Trennen.
- Falls du nur URL oder Zugangsdaten ändern möchtest, richte die Verbindung anschließend mit den neuen Werten ein und teste sie vor dem Verbinden.
Importierte Kunden, Kundenzuordnungen, Ticket-Einstellungen und Historie bleiben erhalten. Bestehende Tickets in Service-Board bleiben ebenfalls bestehen. Während der Trennung werden keine neuen Tickets erstellt; in dieser Zeit ausgelöste Alarme werden nach dem Verbinden nicht nachgeholt.
FAQ
Kann ich den Webservice-Zugriff auf bestimmte Quell-IP-Adressen beschränken?
Kann ich den Webservice-Zugriff auf bestimmte Quell-IP-Adressen beschränken?
Frage den octoja-Support nach den aktuellen ausgehenden Quell-IPs für deine octoja-Instanz und die c-entron-Verbindung. Verwende nicht die IP-Adressen deiner octoja-Webadresse; die ausgehende Quell-IP kann sich ändern. Hintergrund findest du unter IP-Adressen und Firewall-Freigaben.
Für einen einmaligen Import kannst du die Integration danach trennen und eine temporäre Freigabe entfernen; für automatische Tickets muss die Verbindung bestehen bleiben.
Geht die Service-Board-Zuordnung verloren, wenn ich einen octoja-Kunden umbenenne?
Geht die Service-Board-Zuordnung verloren, wenn ich einen octoja-Kunden umbenenne?
Nein. Die gespeicherte Zuordnung hängt nicht vom Anzeigenamen ab. Du kannst den bestehenden octoja-Kunden umbenennen, ohne ihn erneut zuzuordnen.
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