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Software-Bereitstellung

Software auf Geräte verteilen

Software zu einem Konfigurationspaket hinzufügen, um sie automatisch auf verwalteten Geräten zu installieren oder zu aktualisieren.

Füge einem Konfigurationspaket ein Software-Deployment hinzu, damit octoja die Software automatisch auf den zugewiesenen Geräten installiert oder aktualisiert. Wie Paketmanager, Felder und Zeitpläne zusammenspielen, erklärt So funktioniert die Software-Bereitstellung.

Voraussetzungen

  • Die Berechtigung Monitoring-Check-Verwaltung (unter Administration → Gruppen). Sie deckt Konfigurationspakete und die darin enthaltenen Software-Deployments ab.
  • Ein Konfigurationspaket, dessen Zuweisungsregeln die Zielgeräte erfassen — oder du legst eines neu an.

Schritte

  1. Gehe zu Konfiguration → Konfigurationspakete und öffne das Konfigurationspaket, dem du Software hinzufügen möchtest (oder erstelle ein neues).

  2. Klicke im Tab Software auf Software hinzufügen.

  3. Lass den Modus auf Einzelnes Paket. Um stattdessen alle veralteten Pakete zu aktualisieren, folge dem Abschnitt Alle veralteten Pakete aktualisieren weiter unten.

  4. Wähle den Paketmanager-Tab für deine Zielplattform: Chocolatey oder winget für Windows, Homebrew für macOS, APT für Debian und Ubuntu oder Eigene für Software, die du selbst unter Konfiguration → Eigene Pakete paketiert hast.

  5. Suche die Software nach Name — gib mindestens zwei Zeichen ein, zum Beispiel „Firefox“ oder „7-Zip“ — und wähle sie aus den Ergebnissen aus.

    APT-Pakete (Debian / Ubuntu): Für APT gibt es keinen Suchkatalog. Gib den exakten Paketnamen ein, wie er in den Repositorys deiner Distribution erscheint (z. B. nginx). Wenn du dir beim Namen nicht sicher bist, führe apt search <Suchbegriff> auf einem Linux-Gerät aus. Trage unter Version eine exakte Version ein oder lass das Feld für die neueste leer.

  6. Prüfe Anzeigename und Version und wähle das Installationsverhalten. Lass Installationsargumente normalerweise leer; nach dem Hinzufügen kannst du sie nicht mehr ändern. Was jedes Feld bewirkt, steht in So funktioniert die Software-Bereitstellung.

  7. Klicke auf Zum Paket hinzufügen.

  8. Lege den Verteilungszeitplan fest. Er erscheint über der Deployment-Liste und gilt für alle Software-Deployments des Pakets. Lässt du Kein Zeitplan festgelegt stehen, hält octoja die Software fortlaufend aktuell. Für feste Zeiten klickst du auf Zeitplan festlegen und wählst einen Modus mit Uhrzeit oder eine Vorlage; Nächste Ausführungen zeigt dir vorab, wann der Zeitplan greift. Wähle möglichst Zeiten außerhalb der Arbeitszeit, etwa nachts oder bei Neustart.

  9. Klicke auf Speichern, um das Konfigurationspaket zu sichern.

Die folgende Vorführung zeigt die ersten Schritte — das Paket öffnen, in den Software-Tab wechseln, auf Software hinzufügen klicken und im Chocolatey-Katalog nach Firefox suchen:

Animierte Vorführung — das Konfigurationspaket „Windows Workstation Basics“ öffnen, in dessen Software-Tab wechseln, auf „Software hinzufügen“ klicken und im Chocolatey-Katalog nach firefox suchen. Die Ergebnisliste zeigt Mozilla Firefox, Mozilla Firefox ESR, Adblock Plus for Firefox, Bitdefender TrafficLight for Firefox und Progressive Web Apps for Firefox.

Soll die Software nicht automatisch, sondern erst auf Wunsch der Benutzer installiert werden, aktiviere am Deployment Im Software-Kiosk anzeigen und schalte den Kiosk für die Geräte ein — siehe Den Software-Kiosk aktivieren.

Alle veralteten Pakete aktualisieren

  1. Wähle im Dialog Software hinzufügen zuerst den Modus Alle veralteten aktualisieren — er ändert den Rest des Formulars.
  2. Wähle den Paketmanager. Einen Paketnamen brauchst du nicht; den Anzeigenamen kannst du leer lassen.
  3. Wähle bei winget und Chocolatey unter Installieren für, für wen installiert wird.
  4. Trage bei Bedarf Ausschlüsse und ein Mindestalter ein (siehe unten), klicke auf Zum Paket hinzufügen und speichere das Konfigurationspaket.

Bestimmte Software-Updates zurückhalten

Trage unter Diese Pakete nie aktualisieren die exakten Paket-IDs ein und drücke nach jeder Enter — zum Beispiel Mozilla.Firefox für winget, firefox für Chocolatey oder einen Namen aus apt list --upgradable für APT. Um ein bestehendes Deployment zu ändern, öffne es im Tab Software, passe die Liste an und speichere das Konfigurationspaket. Die Ausschlüsse gelten nur für dieses Deployment; prüfe deshalb, ob denselben Geräten weitere Update-Deployments zugewiesen sind.

Setze bei winget und Chocolatey Mindestalter für Updates (Tage), wenn neue Versionen zunächst warten sollen; 0 schaltet die Verzögerung aus. Bei winget zählt das Alter ab dem ersten Auftauchen der Version im octoja-Katalog, nicht ab der Veröffentlichung durch den Hersteller; beim ersten Befüllen des Katalogs gelten bestehende Versionen als alt genug. Chocolatey verwendet das Veröffentlichungsdatum aus dem Community-Feed. Ist das Datum unbekannt oder schlägt die Abfrage fehl, kann das Update trotzdem installiert werden; ausdrückliche Ausschlüsse gelten weiterhin.

Dieselben Optionen stehen beim Hinzufügen einer Software-Installationsaktion zu einer Automatisierung bereit.

Ergebnis prüfen

Das Paket erreicht seine Geräte nach dem Speichern sofort oder zum festgelegten Zeitplan. Prüfe anschließend:

  • das Aktivitätsprotokoll des Geräts — Ergebnisse von Software-Deployments erscheinen dort mit der Quelle Deployment. Ein erfolgreicher Lauf von Alle veralteten aktualisieren wird auch protokolliert, wenn nichts aktualisiert wurde; prüfe deshalb das Ergebnis, nicht nur den Erfolgsstatus.
  • die Liste Installierte Software im Tab Software des Geräts, um die installierte Version zu sehen.

FAQ

Suche unter Inventar → Software nach der Anwendung und klappe den Eintrag auf, um die gemeldeten Geräte und Versionen zu sehen. Das zeigt den erfassten Softwarebestand, nicht das Ergebnis jedes Deployment-Laufs. Fehlende Software im Inventar allein beweist keinen fehlgeschlagenen Lauf. Einzelheiten findest du unter Das Inventar durchsuchen.

Öffne für das Ergebnis eines Laufs das betroffene Gerät und gehe zu Aktivitäten → Protokoll. Wähle die Quelle Deployment und den passenden Zeitraum; mit der Inhaltssuche grenzt du auf die Software ein. Wähle bei Bedarf den Schweregrad Fehler und lies den Inhalt des Eintrags. Entferne den Schweregradfilter wieder, um auch erfolgreiche Läufe und Warnungen zu sehen.

Prüfe für eine dauerhafte Entfernung zuerst alle zutreffenden Konfigurationspakete und entferne oder begrenze die Softwarezuweisungen, damit die App nicht erneut installiert wird. Das Entfernen einer Zuweisung deinstalliert die App nicht. Öffne anschließend das online erreichbare Gerät, wechsle in den Tab Software und klicke in der Liste Installierte Software beim Programm auf das Papierkorb-Symbol Deinstallieren. octoja deinstalliert das Programm still. Alternativ entfernst du Pakete, die winget oder Chocolatey kennen, über Software installieren. Beide Wege beschreibt Software auf einem einzelnen Gerät installieren oder deinstallieren.

Wähle im Katalog die passende Sprachvariante und teste das Deployment zunächst auf einem Gerät. Nur Aktualisieren prüft, ob die Anwendung vorhanden ist; es garantiert nicht, dass ihre Sprache erhalten bleibt.

Suche für eine neue deutsche Firefox-Installation im winget-Katalog nach Firefox (de) und wähle Mozilla Firefox (de) (Mozilla.Firefox.de). Lass Installationsargumente leer und weise denselben Geräten keine zweite Firefox-Sprachvariante zu.

Ist bereits die falsche Sprachvariante installiert, ist der Wechsel der Paketkennung allein keine Reparatur: Bei gleicher Versionsnummer kann die Anwendung weiterhin als aktuell gelten. Plane einen vom Hersteller unterstützten Sprachwechsel oder eine Reparatur separat und sichere vorher die Anwendungsdaten. Deinstalliere die Anwendung nicht pauschal auf allen Geräten.

Chocolatey prüft die von ihm verwalteten Pakete, nicht jede Anwendung in der Liste installierter Windows-Software. Manuell oder über einen anderen Paketmanager installierte Software ist nicht automatisch ein Chocolatey-Paket. winget kann installierte Anwendungen mit seinem Katalog abgleichen, aber ebenfalls nicht jede Anwendung aktualisieren. Prüfe, welcher Paketmanager das betroffene Paket erkennt, und kontrolliere danach das Deployment-Ergebnis und die installierte Version. Ein erfolgreicher Lauf beweist nicht, dass jede Schwachstelle behoben ist.