So funktioniert die Software-Bereitstellung
Paketmanager, Deployment-Einstellungen, Verteilungszeitpläne und Berechtigungen für die automatische Installation und Aktualisierung von Software auf verwalteten Geräten.
octoja installiert und aktualisiert Drittanbieter-Software automatisch auf verwalteten Geräten. Du legst fest, welche Software auf welche Geräte soll und wann das passiert; der octoja-Agent auf jedem Gerät erledigt den Rest.
So funktioniert es
- Du fügst die gewünschte Software einem Konfigurationspaket hinzu — einem wiederverwendbaren Bündel aus Software-Deployments, Checks und Agent-Einstellungen.
- Ein Verteilungszeitplan gilt für alle Software-Deployments des Pakets, zum Beispiel jede Nacht um 03:00 Uhr oder beim Start des Agents. Lässt du ihn leer, hält octoja die Software fortlaufend aktuell.
- Zuweisungsregeln bestimmen, welche Geräte das Paket erreicht — etwa alle Windows-Server eines Kunden oder alle Geräte mit einem bestimmten Tag. Ein Paket kann auch ein einzelnes Gerät ansteuern.
- Der Agent installiert oder aktualisiert die Software mit dem passenden Paketmanager. Ein Paket darf Software mehrerer Paketmanager enthalten; jedes Gerät führt nur die Deployments aus, die zu seinem Betriebssystem passen.

Wie du ein Deployment anlegst, zeigt Software auf Geräte verteilen.
Paketmanager
Ein externes Repository lässt sich für Software nicht anbinden. Software, die in keinem dieser Kataloge liegt, packst du selbst — siehe Eigene Pakete erstellen und verteilen.
- Chocolatey hat den größeren Community-Katalog; für die meisten Pakete ist ein Versionsverlauf verfügbar. Fehlt Chocolatey auf einem Windows-Gerät, installiert octoja es vor dem ersten Chocolatey-Deployment.
- winget ist ab Windows 10 Version 1709 enthalten. octoja nutzt die Community-Quelle
winget, nichtmsstore. Ein nicht erreichbarer Microsoft Store verhindert die Verwaltung daher nicht; die Community-Quelle und die Download-Adressen der Pakete müssen aber erreichbar sein. - Homebrew bietet in der Regel nur die neueste stabile Version. Fehlt Homebrew auf einem Apple-Silicon-Mac, installiert octoja es vor dem ersten Homebrew-Paket. Dafür muss jemand mit einem Administratorkonto am Mac angemeldet sein, denn Homebrew läuft nicht als root und braucht einen Administrator als Eigentümer seiner Dateien. Auf Intel-Macs muss Homebrew bereits installiert sein. Vorhandene Installationen erkennt und nutzt octoja auf beiden Architekturen.
Einstellungen eines Deployments
Den Paketmanager wählst du über die Tabs im Dialog Software hinzufügen. Die Wahl steht fest, sobald das Deployment angelegt ist; der Bearbeiten-Dialog zeigt den Paketmanager nur noch als Badge. Ein Modus-Umschalter über den Tabs legt fest, was das Deployment tut, und ändert die übrigen Felder:
- Einzelnes Paket (Standard) installiert oder aktualisiert genau das gewählte Paket.
- Alle veralteten aktualisieren aktualisiert jedes Paket, das der Paketmanager als veraltet meldet. Der Modus ist optional und erfasst auch installierte Software, die du nicht einzeln zugewiesen hast.
Modus „Einzelnes Paket“
Bei eigenen Paketen wählst du statt Installationsverhalten und Installationsargumenten die veröffentlichte Version und die Paketparameter; siehe Eigene Pakete erstellen und verteilen. Installieren für heißt dort Ausführen als, mit den Optionen SYSTEM (kein interaktiver Desktop) und Angemeldeter Benutzer (mit Elevation).
Installationsargumente
Bei winget ersetzt der Wert die vollständige Installer-Argumentzeile (-Override), statt Argumente anzuhängen. Gib nur die vom Hersteller dokumentierten Setup-Argumente ein, einschließlich der nötigen Silent-Optionen.
Bei Chocolatey übergibt octoja den Wert als --install-arguments. Gib also beispielsweise /S ein, nicht --install-arguments="/S", sofern der Installer dieses Argument unterstützt.
Das Feld reicht weder winget-Optionen wie --locale oder --force noch Chocolatey-Paketparameter (--params) durch. Parameter eigener octoja-Pakete sind davon getrennt.
Modus „Alle veralteten aktualisieren“
Der Modus blendet Paketname, Version, Installationsverhalten und Installationsargumente aus. Anzeigename bleibt verfügbar; lässt du ihn leer, benennt octoja den Eintrag nach dem Paketmanager. Bei winget und Chocolatey steht zusätzlich Installieren für bereit.
Homebrew und eigene Pakete unterstützen weder Ausschlüsse noch ein Mindestalter. Sind alle veralteten Pakete ausgeschlossen, wird nichts aktualisiert.
Ausschlüsse und Mindestalter gelten nur für das Deployment oder den Automatisierungsschritt, in dem du sie einträgst. Sie sperren weder ein separates Einzelpaket-Deployment noch eine manuell durch einen Techniker gestartete Aktualisierung aller Pakete, und sie setzen bereits installierte Versionen nicht zurück. Das Mindestalter ist keine verbindliche Freigabesperre.
Verteilungszeitplan
Ein Konfigurationspaket hat genau einen Verteilungszeitplan für alle seine Software-Deployments. Er erscheint im Tab Software über der Deployment-Liste, sobald das Paket mindestens ein Deployment enthält.
Standard ist Kein Zeitplan festgelegt: Das Paket erreicht seine Geräte, sobald du es speicherst, und wird alle paar Stunden erneut geprüft, sodass die Software fortlaufend aktuell bleibt. Mit Zeitplan festlegen läuft es stattdessen zu festen Zeiten; Zeitplan entfernen stellt die fortlaufende Prüfung wieder her.
Die Zeitplanauswahl baut den Zeitplan als Satz zusammen und speichert ihn als Cron-Ausdruck. Nächste Ausführungen zeigt die nächsten fünf Termine.
Vorlagen decken die gängigen Fälle mit einem Klick ab, etwa Jede Nacht um 03:00, An Werktagen um 06:00, Alle 6 Stunden, Am letzten Tag des Monats um 03:00 und Beim System-Neustart.
Ein Gerät in einem Wartungsfenster, das Softwareverteilungen pausiert, installiert bis zum Ende des Fensters nichts.
Was auf dem Gerät passiert
Beim Speichern weist octoja das Konfigurationspaket den passenden Geräten zu und benachrichtigt deren Agents sofort. Zur geplanten Zeit — oder bei fortlaufender Prüfung sofort und danach alle paar Stunden — prüft der Agent jedes Deployment:
- Fehlt die Software und steht das Verhalten auf Installieren & Aktualisieren, installiert er sie.
- Ist eine ältere Version installiert, aktualisiert er sie auf die gewünschte Version.
- Er protokolliert das Ergebnis im Aktivitätsprotokoll des Geräts mit der Quelle Deployment (API:
SoftwareDeployment).
Einzelpaket-Prüfungen ohne Änderung erzeugen keinen neuen Eintrag. Ein abgeschlossener Lauf von Alle veralteten aktualisieren erzeugt dagegen immer einen Eintrag, auch wenn nichts veraltet war oder keine Version geändert wurde — ein erfolgreicher Lauf bedeutet also nicht zwingend, dass ein Update installiert wurde.
Berechtigungen
Beide vergibst du je Gruppe unter Administration → Gruppen.
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