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Netzwerkgeräte ohne Agent

Netzwerkgeräte entdecken und überwachen

Standorte mit vorhandenen Agents durchsuchen und gefundene Netzwerkgeräte in die Überwachung übernehmen.

Mit dem Netzwerkscan findest du bisher nicht verwaltete Geräte im Kundennetz und übernimmst passende Netzwerkgeräte in die Überwachung. Der Scan verwendet vorhandene Agents; eine zusätzliche Appliance ist nicht nötig.

Die Scan-Einrichtung mit ausgewähltem Scanner, Intervall und SNMP-Einstellungen.

Voraussetzungen

Diese Funktion muss zuerst für deine Instanz aktiviert werden. Ein Administrator aktiviert Netzwerkscan unter Einstellungen → Beta-Funktionen.

  • Du brauchst Zugriff auf den Kunden sowie Kunden anzeigen zum Öffnen des Netzwerkscans und Kundenverwaltung zum Konfigurieren von Scans und Übernehmen von Geräten. Auf den ausgewählten Scan- und Überwachungsgeräten brauchst du Gerät bearbeiten.
  • Zum manuellen Starten eines Scans benötigst du zusätzlich die Geräteaktion Wartung ausführen auf allen Scannern des gewählten Bereichs.
  • Wähle Agents desselben Kunden, die das gewünschte Netzwerk erreichen und möglichst dauerhaft online sind. Plane einen Scanner je LAN oder VLAN ein.

Scan einrichten

  1. Öffne Netzwerkscan in der linken Seitenleiste und wähle den Kunden aus der Liste.
  2. Öffne Scan einrichten. Bei bereits konfigurierten Scans öffnest du den Dialog über Scan-Einstellungen oder, bei mehreren Scan-Bereichen, Scan-Bereich wählen. Wähle im Dialog den gewünschten Standort oder Ohne Standort.
  3. Wähle die Scan-Geräte. Ein Scanner kann nicht gleichzeitig mehreren Scan-Bereichen zugeordnet werden.
  4. Lege das Intervall fest; vorgeschlagen werden 15 Minuten. Lass die automatische Übernahme zunächst ausgeschaltet, um die Funde zuerst zu prüfen.
  5. Hinterlege bei Bedarf die SNMP-Communitys deiner Geräte. Ohne eigene Zugangsdaten wird public verwendet. Gespeicherte Communitys werden nicht zurückgegeben; beim Bearbeiten bleiben sie erhalten, solange du sie nicht ersetzt.
  6. Optional kannst du ein Gateway für die Abfrage seiner ARP-Tabelle über SNMP v2c eintragen. So können auch Geräte anderer VLANs sichtbar werden. Das ersetzt nicht die notwendige Erreichbarkeit für die spätere Überwachung.
  7. Speichere die Konfiguration und starte einen Scan. Prüfe anschließend die gefundenen Geräte und den Scanstatus.

Automatische Übernahme bedeutet, dass geeignete Funde als verwaltete, agentenlose Netzwerkgeräte angelegt werden — nicht nur als Einträge in der Fundliste. Lass sie ausgeschaltet, wenn du selbst entscheiden möchtest, welche Geräte in die Überwachung kommen.

Der lokale Scan erkennt Geräte über ICMP-Ping und ARP. SNMP ergänzt die Geräteerkennung um weitere Informationen, ist aber keine Voraussetzung für einen Fund; TR-064 muss dafür ebenfalls nicht aktiviert sein. Auch ein Gerät, das Ping blockiert, kann über ARP sichtbar werden.

Der lokale Scan durchsucht IPv4-Netze der aktiven Netzwerkschnittstellen, keine IPv6-Netze oder Tunnel. Subnetze mit mehr als 1.024 möglichen Hosts werden übersprungen; insgesamt werden höchstens 1.024 eindeutige lokale Ziele geprüft. Eine leere Fundliste belegt daher nicht, dass das gesamte Kundennetz leer ist. Prüfe Scanner-Standort, Subnetzgröße und Erreichbarkeit.

Prüfe Hinweise auf ein fremdes Netz oder ein Heimnetz, bevor du Geräte übernimmst. Ein unterwegs genutztes Notebook kann das private Netzwerk eines Mitarbeiters durchsuchen. Solche Hinweise blockieren den Scan nicht automatisch.

Gefundene Geräte überwachen

  1. Öffne Gefundene Geräte verwalten und wähle die gewünschten Funde.
  2. Wähle die Online-Prüfung: standardmäßig Ping, alternativ einen TCP-Port.
  3. Wähle bei Bedarf ein anderes Überwachungsgerät desselben Kunden. Ohne diese Auswahl verwendet octoja das für den Scan-Bereich festgelegte Standardgerät oder den Scanner, der den Fund gemeldet hat.
  4. Bestätige die Übernahme. Die Geräte erscheinen als Geräte ohne Agent in der Geräteflotte. Bereits verwaltete Geräte werden nicht erneut angelegt.

Die Übernahme ist für Netzwerkgeräte gedacht, nicht für Arbeitsstationen, Windows-/Linux-Server oder Mobilgeräte. Enthält deine Auswahl solche ausgeschlossenen Gerätetypen, zeigt der Dialog einen Hinweis. Entferne sie aus der Auswahl und installiere dort bei Bedarf den Agenten.

Der Netzwerkscan installiert keinen Agent auf gefundenen Windows-Geräten, auch nicht bei automatischer Übernahme. Verwende dafür die Windows-Agent-Bereitstellung, zum Beispiel per Gruppenrichtlinie.

Bei der Übernahme kann octoja direkt einen passenden Monitoring-Check zuweisen:

Gerät und vorhandene VerbindungseinstellungenAutomatische Zuweisung
Drucker mit SNMP-EinstellungenDrucker-SNMP-Check
Router mit TR-064-EinstellungenTR-064-Gateway-Check
Switch mit SNMP-Einstellungen und erkanntem FASTPATH-SNMP-KennzeichenUniFi-Switch-Check

Der jeweilige Check muss im offiziellen Check-Repository verfügbar sein. Das gilt nicht pauschal für alle Switches oder Hersteller. Bei SNMP übernimmt octoja die zum Fund passenden gespeicherten Zugangsdaten; die Checks verwenden die Verbindungsdaten des Netzwerkgeräts. Öffne nach der Übernahme den Tab Checks des Geräts, prüfe den zugewiesenen Check und passe seine Schwellenwerte an. Fehlt ein passender Check, füge ihn selbst hinzu. Bereits vorhandene Geräte erhalten durch einen weiteren Scan nicht automatisch nachträglich diese Checks.

Im Dashboard umfasst der Gerätefilter Netzwerk auch Geräte mit unbekanntem Typ. Ein unbekannter Typ ist noch kein Nachweis für ein passendes Monitoring-Profil. Verbindungsdaten und manuelle Einrichtung beschreibt Ein Netzwerkgerät ohne Agent hinzufügen.

Funde aufräumen

Blende unerwünschte Funde aus und stelle sie bei Bedarf wieder her. Das Entfernen aller Funde setzt die Fundliste einschließlich ausgeblendeter Einträge zurück, löscht aber keine bereits überwachten Geräte. Nicht erneut gesehene Funde werden nach 30 Tagen entfernt.

FAQ

Der Scan erzeugt Netzverkehr: Der ausgewählte Scanner sendet unter anderem ICMP-Ping, ARP-, SNMP- und Namensabfragen. Antwortende Geräte verarbeiten diese Anfragen. Der Scan selbst installiert dort keinen Agenten und ändert keine Geräteeinstellungen. Das bedeutet aber nicht, dass er ohne zusätzliche Last läuft. Verlängere bei Bedarf das Scan-Intervall, um seltener abzufragen.