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Datenbanken & Anwendungen

DFSR-Rückstand

Überwache den Rückstand der DFS-Replikation zwischen zwei Mitgliedern eines replizierten Ordners unter Windows Server.

Der Check DFSR-Rückstand überwacht die DFS-Replikation unter Windows Server. Er ermittelt, wie viele Dateien ein sendendes Mitglied für einen replizierten Ordner noch nicht an ein empfangendes Mitglied übertragen hat, und meldet, wenn dieser Rückstand die Schwellenwerte erreicht. Ein wachsender Rückstand deutet auf eine hängende oder zu langsame Replikation hin. Der Check läuft nur unter Windows (x64 und Arm64) über den octoja-Agent auf dem Gerät, dem du ihn zuweist, fragt den Rückstand dort mit dfsrdiag backlog ab und läuft standardmäßig alle 15 Minuten.

Voraussetzungen

  • Auf dem Gerät muss das Befehlszeilenwerkzeug dfsrdiag verfügbar sein. Es gehört zur DFS-Replikation bzw. zu den DFS-Verwaltungstools von Windows Server.
  • Die Namen von Replikationsgruppe, repliziertem Ordner und Mitgliedern müssen so eingetragen sein, wie sie in der DFS-Verwaltung erscheinen.
  • dfsrdiag backlog fragt immer beide Mitglieder per WMI ab, also auch den Partner. Der octoja-Agent führt den Check als SYSTEM aus, auf dem Partner meldet er sich daher mit dem Computerkonto des Geräts an. Der DFSR-WMI-Namespace lässt ab Werk nur lokale Administratoren zu: Das Computerkonto muss auf dem Partner Mitglied der Gruppe Administratoren sein, sonst wird der Zugriff verweigert.

Achtung: Auf Domänencontrollern ist die lokale Gruppe Administratoren die Domänengruppe. Das Computerkonto erhält damit Rechte auf Ebene eines Domänen-Admins. Wenn du das nicht vergeben möchtest, überwache Störungen der DFS-Replikation stattdessen lokal mit dem Ereignisprotokoll-Check. Er zeigt protokollierte Störungen, aber nicht die Anzahl ausstehender Dateien.

Schritte

  1. Öffne das Windows-Gerät und klicke im Tab Checks auf Check hinzufügen → DFSR-Rückstand. Alternativ weist du den Check über ein Konfigurationspaket zu: Checks mit Konfigurationspaketen zuweisen.
  2. Trage Replikationsgruppe, Replizierter Ordner, Sendendes Mitglied und Empfangendes Mitglied ein.
  3. Passe bei Bedarf die Schwellenwerte an und speichere den Check.

Einstellungen

FeldTypErforderlichStandardBeschreibung
ReplikationsgruppeStringJa—Name der DFSR-Replikationsgruppe
Replizierter OrdnerStringJa—Name des replizierten DFSR-Ordners
Sendendes MitgliedStringJa—Quellserver, dessen ausgehender Rückstand gemessen wird
Empfangendes MitgliedStringJa—Zielserver, der die Replikation empfängt
Warnung RückstandsdateienGanzzahlNein100Anzahl ausstehender Dateien, ab der eine Warnung ausgelöst wird
Fehler RückstandsdateienGanzzahlNein500Anzahl ausstehender Dateien, ab der ein kritisches Ergebnis ausgelöst wird

Der Check misst eine Richtung. Um beide Richtungen zwischen zwei Servern zu überwachen, lege zwei Checks mit vertauschten Mitgliedern an.

  • Die Fehler-Schwelle entspricht der Stufe Kritisch. octoja bewertet Check-Ergebnisse als OK, Warnung oder Kritisch.
  • Liegt Warnung Rückstandsdateien über Fehler Rückstandsdateien, vertauscht der Check die beiden Werte vor der Auswertung stillschweigend.
  • Führende und abschließende Leerzeichen in den vier Namensfeldern werden ignoriert.

Ergebnisse

SituationErgebnis
Rückstand unter Warnung RückstandsdateienOK
Rückstand erreicht oder überschreitet Warnung Rückstandsdateien / Fehler RückstandsdateienWarnung / Kritisch
Eines der vier Pflichtfelder ist leerWarnung, Replikationsgruppe/-ordner und Mitglieder sind erforderlich
dfsrdiag ist auf dem Gerät nicht vorhandenWarnung, DFSR-Tools (dfsrdiag) nicht verfügbar
dfsrdiag meldet einen Fehler oder liefert keine lesbare Rückstandsanzahl, etwa bei falschen Namen oder nicht erreichbarem MitgliedWarnung, dfsrdiag fehlgeschlagen: gefolgt von der Ausgabe von dfsrdiag

Bei einem gültigen Ergebnis zeigen die Check-Details die Anzahl der Rückstandsdateien.

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