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Netzwerk

FTP, IMAP, POP3, SMTP und SSH

Prüfe mit diesen Checks, ob deine FTP-, IMAP-, POP3-, SMTP- und SSH-Server erreichbar sind und mit der erwarteten Begrüßung antworten.

Die Checks FTP, IMAP, POP3, SMTP und SSH prüfen, ob ein Server erreichbar ist und seinen Dienst mit der erwarteten Begrüßung meldet. Jeder Check baut eine TCP-Verbindung zu den eingetragenen Zielen auf, liest die erste Antwort des Servers und vergleicht deren Anfang mit der für das Protokoll typischen Begrüßung. Die Checks laufen auf dem Gerät mit dem octoja-Agent unter Windows, Linux und macOS (jeweils als x64- und Arm64-Build), standardmäßig alle 5 Minuten. Alle fünf funktionieren gleich und unterscheiden sich nur im Standardport und in der erwarteten Begrüßung.

Voraussetzungen

Die Verbindungen gehen von dem Gerät aus, auf dem der Check läuft. Jedes Ziel muss von dort erreichbar sein, und eine Firewall dazwischen muss den jeweiligen Port freigeben.

Schritte

  1. Öffne das Gerät.
  2. Wähle Checks → Check hinzufügen und dann FTP, IMAP, POP3, SMTP oder SSH.
  3. Trage unter Ziele (Host oder Host:Port) die zu prüfenden Server ein und passe bei Bedarf die übrigen Felder an.

Für mehrere Geräte kannst du den Check über ein Konfigurationspaket zuweisen.

Protokolle

CheckStandardportErwartete Begrüßung beginnt mit
FTP21220
IMAP143* OK
POP3110+OK
SMTP25220
SSH22SSH-

Einstellungen

FeldTypErforderlichStandardBeschreibung
Ziele (Host oder Host:Port)Liste von ZeichenkettenJa—Hostnamen oder IP-Adressen der zu prüfenden Server, optional mit Port, z. B. mail.example.com:587. Ohne Port nutzt der Check den Standardport des Protokolls
Timeout (ms)GanzzahlNein5000Gemeinsame Wartezeit für Verbindungsaufbau und Begrüßung pro Ziel. Werte außerhalb von 500–60000 werden begrenzt
Begrüßung muss enthalten (optional)ZeichenketteNein—Falls gesetzt, muss die Begrüßung diesen Text zusätzlich enthalten, z. B. einen Servernamen oder ESMTP. Groß- und Kleinschreibung spielen keine Rolle
  • Ein Port wird nur erkannt, wenn nach dem letzten Doppelpunkt eine Zahl von 1 bis 65535 steht. Andernfalls gilt der ganze Eintrag als Host, und der Check verwendet den Standardport.
  • Der Check liest nur den ersten Antwortblock des Servers. Setze Begrüßung muss enthalten (optional) deshalb auf Text aus der ersten Zeile der Begrüßung.
  • Bis zu zehn Ziele werden gleichzeitig geprüft. Leere Einträge werden ignoriert, führende und folgende Leerzeichen entfernt.

Ergebnisse

Jedes Ziel wird einzeln bewertet. Der Check meldet das schlechteste Ergebnis aller Ziele.

Bedingung (pro Ziel)ErgebnisAnzeige
Verbindung steht, die Begrüßung beginnt mit der erwarteten Zeichenfolge und enthält gegebenenfalls den Text aus Begrüßung muss enthalten (optional)OKVerbindungszeit in ms und Begrüßung
Die Begrüßung beginnt anders, enthält den geforderten Text nicht oder der Server sendet nichts und schließt die VerbindungKritischUnerwartete Begrüßung
Verbindung oder Begrüßung dauert länger als Timeout (ms)KritischZeitüberschreitung der Verbindung
Der Hostname lässt sich nicht auflösen oder die Verbindung wird abgelehntKritischVerbindung abgelehnt oder nicht erreichbar
Unerwarteter Fehler bei der AusführungFehlerFehlermeldung
Keine Ziele konfiguriertWarnungKeine Ziele überwacht.

Pro Ziel meldet der Check:

  • Host und verwendeten Port
  • Ob die Verbindung zustande kam
  • Die Zeit für den Verbindungsaufbau in Millisekunden
  • Die Begrüßung des Servers, gekürzt auf 200 Zeichen
  • Das Ergebnis und, falls zutreffend, den Grund

Hinweise

  • Der Check baut keine TLS-Verbindung auf und meldet sich nicht an. Er wertet nur die unverschlüsselte Begrüßung aus. An Ports mit sofortigem TLS, etwa 993 (IMAPS), 995 (POP3S) oder 465 (SMTPS), sendet der Server vor dem TLS-Handshake keine Begrüßung, und der Check meldet für dieses Ziel Kritisch.
  • Du kannst den Check auch einem Netzwerkgerät zuweisen. Dann blendet octoja Ziele (Host oder Host:Port) aus, trägt bei jedem Lauf die IP-Adresse des Geräts ein und prüft deshalb immer den Standardport. Den Check führt das Überwachungsgerät des Netzwerkgeräts aus.

Siehe auch: Alarmierung für einen Check einrichten · Netzwerkgeräte-Referenz