TERRA Server (Wortmann)
Überwache die Hardware deiner TERRA- und Wortmann-Server per Redfish über die Management-Karte, von Temperaturen und Lüftern bis zu Laufwerken und Hardware-Ereignissen.
Der Check TERRA Server (Wortmann) überwacht die Hardware über die Management-Karte (BMC) des Servers. Er liest per HTTPS und Redfish unter anderem Temperaturen, Lüfter, Netzteile, Spannungen, Speicher- und Laufwerkszustände sowie Hardware-Ereignisse, standardmäßig alle 15 Minuten. Welche Daten verfügbar sind, hängt von der Management-Karte und der angeschlossenen Hardware ab.
Voraussetzungen
- Du benötigst Monitoring-Check-Verwaltung und Zugriff auf das Gerät, auf dem du den Check einrichtest.
- Ein online verbundener octoja-Agent muss die Management-Karte im Netzwerk über HTTPS erreichen können. Die Adresse des BMC ist nicht die Adresse des Server-Betriebssystems.
- Das BMC muss Redfish unterstützen. Ältere TERRA-Server mit Intel-RMM4-Modul, die nur IPMI anbieten, funktionieren mit diesem Check nicht.
- Lege auf dem BMC ein eigenes Konto mit der Rolle Operator oder ReadOnly an und halte dessen Zugangsdaten bereit.
Schritte
- Öffne unter Geräte das Gerät mit dem Agent, der das BMC erreichen kann.
- Wähle Checks → Check hinzufügen → TERRA Server (Wortmann).
- Trage unter Host den Hostnamen oder die IP-Adresse der Management-Karte ein, ohne URL-Pfad. Ergänze BMC-Benutzer, BMC-Passwort und gegebenenfalls einen abweichenden HTTPS-Port.
- Prüfe die Zertifikatseinstellung und die gewünschten Prüfungen. Lasse die Temperaturgrenzen zunächst vom BMC vorgeben; verschiedene Sensoren haben unterschiedliche zulässige Temperaturen.
- Speichere mit Check hinzufügen. Öffne nach dem nächsten Lauf das Ergebnis und prüfe Modell, Sensoranzahlen, Probleme und Hinweise auf nicht verfügbare Daten.
- Richte bei Bedarf eine Alarmierung für den Check ein.
Einstellungen
Erweiterte Optionen
Unter Erweiterte Optionen anzeigen findest du:
Ergebnisse
Das Ergebnis übernimmt die höchste gemeldete Schwere. Fehlende Daten sind aber kein Nachweis gesunder Hardware:
- Keine Netzteildaten: Ein Netzteilausfall ist über diese Abfrage nicht erkennbar. Richte für redundante Netzteile eine ergänzende, vom Hersteller unterstützte Überwachung ein, etwa per IPMI.
- Keine Laufwerke: Reines Onboard-SATA kann keine Redfish-Storage-Daten bereitstellen. Ergänze eine Überwachung im Betriebssystem oder über den Controller. Virtuelle BMC-Medien werden nicht als physische Laufwerke gezählt.
- Keine Temperatur- und Lüftersensoren: Der Check warnt. Prüfe BMC-Unterstützung, Firmware und Zugriffsrechte.
- 0 U/min: Kann einen ausgefallenen Lüfter oder einen unbestückten Anschluss bedeuten. Bestätigt das BMC einen gesunden Sensor beziehungsweise bei abweichendem Sensorstatus einen gesunden Gesamtzustand, meldet der Check eine Warnung statt kritisch. Prüfe den Anschluss am Server, bevor du ihn ausnimmst. Für zwei nachweislich unbestückte Anschlüsse kannst du beispielsweise
^(FRNT_FAN1|REAR_FAN1)$als Sensorfilter verwenden. Speichere und kontrolliere den nächsten Lauf; ein Filter repariert keinen Lüfter. - Hardware-Ereignisse: Auch ein inzwischen behobenes Problem kann bis zum Ende des Zeitfensters sichtbar bleiben. Umfangreiche Logs werden begrenzt ausgewertet; prüfe bei Verdacht zusätzlich das vollständige BMC-Protokoll.
Fehlerbehebung
Prüfe bei Nichterreichbarkeit die BMC-Adresse, den HTTPS-Port und die Firewall vom ausführenden Agent aus. Bei abgelehnten Zugangsdaten prüfe Konto, Passwort und Rechte. Keine Redfish-Antwort erfordert die Prüfung, ob das Modell Redfish unterstützt; ein erreichbares BMC-Webinterface allein reicht nicht. Ein ungültiger regulärer Ausdruck verhindert den Check — korrigiere oder leere den Sensorfilter und starte erneut.
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