Zum Hauptinhalt springen
Netzwerk

HTTP-Inhaltsprüfung

Überwache mit diesem Check, ob deine Web-Endpunkte den erwarteten Statuscode und Inhalt schnell genug liefern, und erkenne Fehler- oder Wartungsseiten.

Der Check HTTP-Inhaltsprüfung überwacht Web-Endpunkte auf erwartete Statuscodes, Antwortinhalt und Antwortzeit. Damit geht er über einfache Verfügbarkeitsüberwachung hinaus: Er erkennt Szenarien, in denen eine Website lädt, aber eine Fehlerseite, Wartungsseite oder veraltete Daten anzeigt. Er läuft unter Windows, Linux und macOS alle 10 Minuten. Das Intervall gehört zum Check selbst und nicht zu einer einzelnen Zuweisung; die Check-Bibliothek zeigt es in der Spalte Intervall.

Voraussetzungen

  • Du benötigst die Berechtigung Monitoring-Check-Verwaltung.
  • Das Zielgerät muss einen verbundenen Agent mit Netzwerkzugang zum Endpunkt haben.

Der Check läuft auf dem Gerät, dem er zugewiesen ist — die Check-Bibliothek zeigt dafür Läuft auf dem Gerät. Die Anfragen gehen von diesem Gerät aus, jede URL in der Liste muss also von dort erreichbar sein. Genau das erlaubt dir, einen internen Endpunkt zu überwachen, der nicht im Internet veröffentlicht ist.

Schritte

Dialog „Check hinzufügen" mit dem HTTP-Inhaltsprüfungs-Editor — sichtbar sind die Felder HTTP-Methode, Erwarteter Statuscode und Timeout mit Standardwerten; die Schaltfläche „Check hinzufügen" am Ende des Dialogs ist rot hervorgehoben

  1. Gehe zu Geräte und öffne das Gerät.
  2. Klicke auf den Tab Checks → Check hinzufügen → HTTP-Inhaltsprüfung.
  3. Füge unter Zu überwachende Endpunkte einen oder mehrere Endpunkte hinzu, zum Beispiel https://app.example.com/health, und lege für jeden Endpunkt den erwarteten Statuscode und Inhalt fest.
  4. Optional: Konfiguriere benutzerdefinierte Header und — bei POST-Anfragen — einen Anfrage-Body für API-Endpunkte.
  5. Klicke auf Check hinzufügen.

Das erste Ergebnis erscheint im Tab Checks des Geräts kurz nachdem du den Check hinzugefügt hast.

Einstellungen

FeldTypErforderlichStandardBeschreibung
Zu überwachende EndpunkteListeJa—Ein oder mehrere zu überwachende Endpunkte
— URLStringJa—HTTP(S)-Endpunkt-URL, z. B. https://app.example.com/health
— HTTP-MethodeStringNeinGETHTTP-Methode. Eine von: GET, POST, HEAD. Bei HEAD wird der Antwortkörper nicht gelesen: Erwarteter Inhalts-Teilstring und Verbotener Inhalts-Teilstring werden nicht ausgewertet, Inhalt und Verboten stehen im Ergebnis auf N/V, und Größe meldet 0 B
— Benutzerdefinierte HeaderSchlüssel-WertNein—Benutzerdefinierte HTTP-Header
— Anfrage-BodyStringNein—Anfragekörper. Nur sichtbar und nur gesendet, wenn HTTP-Methode auf POST steht
— Erwarteter StatuscodeGanzzahlNein200HTTP-Statuscode, der Erfolg anzeigt
— Erwarteter Inhalts-TeilstringStringNein—Text, der im Antwortkörper vorkommen muss, z. B. "status":"ok"
— Verbotener Inhalts-TeilstringStringNein—Text, der NICHT im Antwortkörper vorkommen darf, z. B. maintenance
— Warnung Antwortzeit (ms)msNein5000Warnung, wenn die Antwort mindestens so lange dauert
— Kritische Antwortzeit (ms)msNein15000Kritisch, wenn die Antwort mindestens so lange dauert
Timeout (ms)msNein30000Anfrage-Timeout in Millisekunden (gültiger Bereich: 1000–120000). Steht unterhalb der Endpunkt-Liste und gilt für jede Anfrage aller Endpunkte
  • Die Inhaltsübereinstimmung ist Groß-/Kleinschreibung-sensitiv. Verwende exakte Zeichenketten, die im Antwortkörper vorkommen.
  • Wenn sowohl erwarteter als auch verbotener Inhalt konfiguriert sind, ist der Check nur dann erfolgreich, wenn der erwartete Text vorhanden UND der verbotene Text nicht vorhanden ist.
  • Für Endpunkte, die Authentifizierung erfordern, füge die Anmeldedaten in die benutzerdefinierten Header ein (z. B. Authorization: Bearer <token>).
  • Weiterleitungen werden automatisch verfolgt (bis zu 5); der erwartete Statuscode wird mit der finalen Antwort nach den Weiterleitungen verglichen.

Ergebnisse

Ein abweichender Statuscode, fehlender erwarteter Inhalt, vorhandener verbotener Inhalt oder ein Anfragefehler führen jeweils zu einem kritischen Ergebnis. Nur eine Antwortzeit zwischen Warn- und kritischem Schwellenwert führt zu einer Warnung.

Die Endpunkte werden parallel abgefragt, und das Timeout gilt für jede Anfrage einzeln. Der Check meldet das schlechteste Ergebnis seiner Endpunkte — eine einzige fehlschlagende URL macht damit den gesamten Check kritisch. Ein Check mit leerer Endpunkt-Liste liefert eine Warnung, und die Detailansicht zeigt „Keine Endpunkte überwacht.“

Jede Metrik wird pro Endpunkt erfasst; ein Check über mehrere URLs zeigt also einen Block je URL.

  • HTTP-Statuscode
  • Antwortzeit (ms)
  • Antwortgröße (Bytes)
  • Inhaltsübereinstimmung (gefunden / nicht gefunden)
  • Verbotener Inhalt (nicht erkannt / erkannt)

Die Inhaltsübereinstimmung wird nur erfasst, wenn Erwarteter Inhalts-Teilstring ausgefüllt ist, und Verbotener Inhalt nur, wenn Verbotener Inhalts-Teilstring ausgefüllt ist. Solange das jeweilige Feld leer ist, steht der Wert auf N/V.

Tipps

  • Verwende diesen Check für Health-Endpunkte, die JSON zurückgeben — prüfe auf "status":"ok" oder ähnlichen bekannten Inhalt.
  • Das Feld Verbotener Inhalts-Teilstring erkennt Fehlerseiten. Setze es z. B. auf "error" oder "maintenance", um zu erkennen, wenn eine Website eine Fehlerseite anzeigt, aber trotzdem HTTP 200 zurückgibt.
  • Dieser Check verifiziert keine SSL-Zertifikate. Für die Überwachung des SSL-Zertifikatsablaufs und einfache Verfügbarkeitsüberwachung ohne Inhaltsprüfung verwende stattdessen den einfacheren Check SSL / HTTP.