TERRA CLOUD Backup und Satellit
Überwache mit den Checks TERRA CLOUD Backup und TERRA CLOUD Satellit die Backup-Jobs geschützter Maschinen sowie Dienste, Speicher und replizierte Jobs deines Satelliten.
Die Checks TERRA CLOUD Backup und TERRA CLOUD Satellit überwachen das TERRA CLOUD Backup von WORTMANN. TERRA CLOUD Backup liest die Statusdateien, die der Backup-Agent auf einer geschützten Maschine nach jedem Lauf hinterlässt, und bewertet je Job das letzte Ergebnis, das Backup-Alter sowie gemeldete Fehler und Warnungen. TERRA CLOUD Satellit fragt einen Satelliten über HTTPS nach seinem Replikationsstatus und bewertet dessen Dienste, den freien Speicherplatz auf Laufwerk S und das Alter der replizierten Backup-Jobs. Keiner der beiden Checks meldet sich am TERRA CLOUD-Portal an — octoja liest nur, was deine TERRA CLOUD-Komponenten ohnehin erzeugen. Deshalb muss die TERRA CLOUD-Seite zuerst stehen.
Den richtigen Check wählen
Hier gehen die meisten Einrichtungen schief. Die beiden Checks betrachten völlig verschiedene Dinge und sind nicht austauschbar.
Der häufigste Fehler: TERRA CLOUD Backup einer Maschine zuzuweisen, auf der kein lokaler TERRA CLOUD Backup-Agent läuft — einem Admin-Arbeitsplatz oder der Satelliten-VM — in der Erwartung, octoja frage das Portal dafür ab. Das tut es nicht. Der Check meldet Fehler mit „TERRA CLOUD Backup-Agent nicht gefunden“. Der umgekehrte Fehler ist, TERRA CLOUD Satellit auf jedes geschützte Gerät auszurollen: der Check meldet den Zustand des Satelliten, ein Check pro Satellit genügt also.
Voraussetzungen
Du brauchst die Berechtigung Monitoring-Check-Verwaltung. Berechtigungen weist deine Administration unter Administration → Gruppen zu.
Keiner der beiden Checks richtet in TERRA CLOUD etwas ein. Jeder liest einen Zustand, den die Herstellerseite bereits erzeugt haben muss. Die folgenden Voraussetzungen entscheiden daher darüber, ob ein Check funktioniert oder überhaupt nichts meldet.
Für den Check TERRA CLOUD Backup
- Der TERRA CLOUD Backup-Agent ist auf der Maschine installiert, lizenziert und gegen deinen Vault registriert. octoja installiert und registriert ihn nicht.
- Der octoja-Agent ist auf demselben Gerät installiert.
- Mindestens ein Backup-Job ist mindestens einmal gelaufen. Der Check liest die Statusdatei aus, die ein abgeschlossener Lauf hinterlässt — ein frisch registrierter Agent, der noch nie gelaufen ist, meldet Warnung mit „Keine Backup-Jobs … gefunden“.
- Du weißt, welcher Agent-Typ die Maschine schützt. Der klassische Windows-Agent legt unter seinem Agent-Verzeichnis einen Ordner pro Job ab; die Hyper-V Agent Management legt unter ihrem eigenen Datenordner eine Statusdatei pro VM ab. octoja erkennt, welches der beiden Layouts es gefunden hat, aber du musst es auf das richtige Verzeichnis zeigen lassen — siehe die Schritte weiter unten.
Für den Check TERRA CLOUD Satellit
- Ein laufender TERRA CLOUD Backup Satellit, dessen Backup-Speicher auf Laufwerk S: liegt. Der Check bewertet das Laufwerk mit dem Buchstaben S; gibt es kein solches Laufwerk, wird der Speicher als kritisch gemeldet.
- Der Satellit ist von dem Gerät, dem du den Check zuweist, über HTTPS (TCP 443) erreichbar. Liegt der Satellit in einem anderen Netzsegment, muss die Firewall-Regel existieren, bevor der Check etwas zurückgeben kann.
- Das Replikationsstatus-Dokument des Satelliten wird ohne Authentifizierung ausgeliefert. octoja schickt eine einfache Anfrage an
https://<satelliten-adresse>/replication/backupstatus/und sendet keine Zugangsdaten mit — eine Anmeldeaufforderung auf diesem Pfad bedeutet, dass der Check den Status nicht lesen kann. - Ein selbstsigniertes Zertifikat ist in Ordnung. Der Check prüft das Zertifikat des Satelliten bewusst nicht. Du brauchst also kein vertrauenswürdiges Zertifikat nur für das Monitoring.
Prüfe es, bevor du zuweist. Öffne auf dem Gerät, das den Check ausführen wird,
https://<satelliten-adresse>/replication/backupstatus/im Browser. Du solltest ein XML-Dokument erhalten, dessen Wurzelelementsatellitestatusist. Alles andere — eine Anmeldeaufforderung, ein 404, eine abgewiesene Verbindung, eine Zertifikatswarnung, an der du nicht vorbeikommst — ist ein Punkt auf der TERRA CLOUD-Seite, der zuerst geklärt werden muss (Firewall-Regel, Satelliten-Konfiguration oder WORTMANN-Support), bevor octoja helfen kann.
Schritte
Den Check TERRA CLOUD Backup einrichten
- Geh zu Geräte und öffne die geschützte Maschine — oder, bei virtuellen Maschinen, die vom Hyper-V-Agent geschützt werden, den Hyper-V-Host.
- Klicke auf den Reiter Checks → Check hinzufügen → TERRA CLOUD Backup.
- Setze Agent-Verzeichnis. Der Standardwert
C:\Program Files\TERRA Cloud Backup\Agentist für den klassischen Windows-Agent richtig. Auf einem Hyper-V-Host, der von der Hyper-V Agent Management geschützt wird, ändere ihn auf deren Datenordner —C:\Program Files\TERRA CLOUD Backup\Hyper-V Agent Management\Data\Hyper-V, der eine Statusdatei pro VM enthält. - Laufen die Backups nicht jede Nacht, dann trage die Wochentage unter Erwartete Backup-Tage ein – mit den englischen Namen wie
Monday, die das Feld vorschlägt – und gib dem Zeitplan mit Kulanzzeit (Stunden) etwas Luft. octoja meldet ein fehlendes Backup dann erst, wenn ein erwarteter Tag vollständig verstrichen ist plus die Kulanzzeit, und löst an einem Tag ohne geplantes Backup nie einen Alters-Alarm aus. - Nutze den Job-Filter, wenn du nur einen Teil der Jobs auf dieser Maschine überwachen willst — Platzhalter sind erlaubt, ein leeres Feld bewertet alle.
- Klicke auf Check hinzufügen.
Den Check TERRA CLOUD Satellit einrichten
- Geh zu Geräte und öffne ein Gerät, das den Satelliten erreichen kann — ein Server vor Ort ist eine gute Wahl, und der Satellit selbst funktioniert auch.
- Klicke auf den Reiter Checks → Check hinzufügen → TERRA CLOUD Satellit.
- Trage die IP-Adresse oder den Hostnamen des Satelliten in Satelliten-Adresse ein (erforderlich). Trage nur die Adresse ein — keine vollständige URL. Protokoll und Statuspfad ergänzt octoja selbst.
- Klicke auf Check hinzufügen.
Das erste Ergebnis erscheint im Reiter Checks des Geräts kurz nachdem der Agent den Check übernommen hat; danach läuft er in seinem Intervall.
Einstellungen
TERRA CLOUD Backup
Zwei Wechselwirkungen zwischen Feldern solltest du kennen, weil man leicht darüber stolpert:
- Sobald Erwartete Backup-Tage gefüllt ist, wird die Aktualität pro erwartetem Tag bewertet und Maximales Backup-Alter (Stunden) entscheidet nicht mehr darüber. Lass die Tage leer, wenn du stattdessen die reine Altersschwelle willst.
- Bei Job-Warnungen/-Fehlern warnen wirkt nur beim klassischen Windows-Agent. Die VM-weisen Statusdateien der Hyper-V Agent Management enthalten keine Fehler- oder Warnungszähler, Hyper-V-Jobs werden daher allein an ihrem Ergebnis und ihrem Alter bewertet.
TERRA CLOUD Satellit
Weitere Einstellungen gibt es nicht. Die Schwellenwerte sind fest vorgegeben.
Ergebnisse
TERRA CLOUD Backup
Jeder Job wird für sich bewertet. Das schlechteste Job-Ergebnis bestimmt den Status des Checks.
Wann ein Job überfällig ist:
- Ohne Erwartete Backup-Tage: Das letzte Backup ist älter als Maximales Backup-Alter (Stunden). Ein Alter von genau dem Schwellenwert gilt noch nicht als überfällig.
- Mit Erwarteten Backup-Tagen: Das Backup für einen erwarteten Tag ist bis Mitternacht am Ende dieses Tages plus Kulanzzeit (Stunden) fällig. Liegt das letzte Backup vor dem jüngsten erwarteten Tag, dessen Frist bereits abgelaufen ist, gilt der Job als überfällig. Tage ohne erwartetes Backup lösen nie einen Alters-Alarm aus. Maßgeblich ist die lokale Zeit des Geräts.
Ein zu altes oder überfälliges Backup ergibt höchstens eine Warnung, nie einen kritischen Status. Kritisch wird der Check nur durch einen fehlgeschlagenen Lauf. Lässt sich der Zeitpunkt des letzten Backups nicht lesen, wird das Alter dieses Jobs nicht bewertet.
TERRA CLOUD Satellit
Der Check bewertet drei Bereiche. Der schlechteste Bereich bestimmt den Status des Checks.
Als Backup-Zeitpunkt eines Jobs gilt der neueste Zeitpunkt über alle seine Sicherungssätze (Safesets).
Erfasste Metriken
TERRA CLOUD Backup
Für jeden Job zeigt das Ergebnis:
- Job-Name (Ordnername bzw. VM-Name) und letztes Ergebnis
- Zeitpunkt und Alter des letzten Backups sowie, ob der Job überfällig ist
- Anzahl der gemeldeten Fehler und Warnungen und die Originalgröße der Sicherung
- Ob die Ransomware-Erkennung für den Job aktiviert ist (nur beim klassischen Windows-Agent). Diese Angabe ist rein informativ und ändert den Status nicht
TERRA CLOUD Satellit
- Anzahl der Dienste und die Dienste, die nicht laufen, mit ihrem Zustand
- Größe, freier Speicher und freier Anteil in Prozent von Laufwerk S
- Je Backup-Job: Job-Name, Agent, Zeitpunkt und Alter des neuesten Backups sowie das Ergebnis
Hinweise
- Das Layout des Agent-Verzeichnisses wird automatisch erkannt: Enthält das Agent-Verzeichnis Job-Ordner mit Statusdateien des Windows-Agents, werden diese ausgewertet; andernfalls sucht der Check nach den Statusdateien der Hyper-V Agent Management je VM.
- Die Statusdateien der Hyper-V Agent Management enthalten keine Fehler- und Warnungszähler und keine Angabe zur Ransomware-Erkennung. Hyper-V-Jobs werden deshalb nur nach Ergebnis und Alter bewertet.
Wenn ein Check nichts zurückliefert
Tipps
- Bei vielen geschützten Maschinen rolle den Backup-Check über Konfigurationspakete aus, statt ihn Gerät für Gerät hinzuzufügen. Nimm dafür allerdings zwei Pakete — das Agent-Verzeichnis unterscheidet sich zwischen Maschinen mit Windows-Agent und Hyper-V-Hosts.
- Der Satelliten-Check bleibt auch mit Konfigurationspaketen ein Check pro Satellit. Weise ihn einem stabilen Gerät vor Ort zu und nicht einer Regel, die auf viele passt.
- Laufen auf einer Maschine Jobs mit sehr unterschiedlichen Zeitplänen — ein nächtliches Datei-Backup und ein wöchentlicher Archivlauf — dann lege pro Rhythmus einen TERRA CLOUD Backup-Check an und grenze jeden mit dem Job-Filter ein, statt eine Altersschwelle über beide zu spannen.
Siehe auch: Checks · Checks mit Konfigurationspaketen zuweisen · Alarmierung für einen Check einrichten
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