Systemupdates
Erkenne fehlende Betriebssystem-Updates unter Windows, Linux und macOS und lass dich warnen, wenn zu viele passende Updates ausstehen.
Der Check Systemupdates zeigt dir, ob auf einem Gerät Betriebssystem-Updates fehlen. Er meldet Anzahl und Kategorien fehlender Patches und löst Warnungen und kritische Alarme anhand deiner Schwellenwerte aus. Der Check läuft unter Windows, Linux und macOS (jeweils x64 und ARM64) standardmäßig alle 6 Stunden. Unter Windows nutzt er die Windows Update API; unter Linux fragt er den nativen Paketmanager ab (apt, dnf, yum, zypper oder pacman); unter macOS nutzt er softwareupdate. Der Agent erkennt das Betriebssystem automatisch, eine manuelle Konfiguration ist nicht erforderlich.
Schritte
- Gehe zu Geräte und öffne das Gerät.
- Klicke auf den Tab Checks → Check hinzufügen → Systemupdates.
- Konfiguriere Warnschwelle, Kritische Schwelle und bei Bedarf Nur Sicherheitsupdates zählen (Linux/macOS).
- Optional — klicke auf Erweiterte Optionen anzeigen für die Windows-spezifischen Einstellungen Mindestalter der Updates (Tage, Windows), Schweregradfilter (Windows) und Optionale / Vorschau-Updates einbeziehen (Windows).
- Klicke auf Check hinzufügen.

Einstellungen
Beide Schwellenwerte vergleichen die Anzahl der passenden Updates, nicht die reine Anzahl ausstehender Updates. Unter Windows passt ein Update, wenn es den Schweregradfilter und das Mindestalter der Updates passiert. Unter Linux und macOS passt jedes ausstehende Update — außer Nur Sicherheitsupdates zählen ist aktiviert, dann nur die sicherheitsrelevanten.
Wenn die Warnschwelle höher konfiguriert ist als die kritische Schwelle, tauscht der Check die beiden Werte zur Laufzeit, sodass die kritische Schwelle die Obergrenze bleibt.
MSRC-Schweregrade (Windows)
Unter Windows werden ausstehende Updates anhand ihres Schweregrads vom Microsoft Security Response Center (MSRC) klassifiziert, und das Feld Schweregradfilter steuert, welche Schweregrade auf die Schwellenwerte angerechnet werden. Linux und macOS kennen keine MSRC-Schweregrade — dort bestimmt stattdessen die Option Nur Sicherheitsupdates zählen, welche Updates gezählt werden.
Ergebnisse
Der Check meldet eine Warnung bzw. einen kritischen Alarm, sobald mindestens so viele passende Updates ausstehen wie in Warnschwelle bzw. Kritische Schwelle eingestellt. Wenn der Check gar nicht laufen kann — kein unterstützter Paketmanager unter Linux, softwareupdate unter macOS nicht verfügbar, eine nicht unterstützte Plattform oder nicht auswertbare Tool-Ausgabe — meldet er statt einer Update-Anzahl ein Fehler-Ergebnis mit passender Meldung.
Jeder Lauf liefert:
Der Check meldet ausstehende Updates. Das Installieren übernimmt eine Patch-Richtlinie — den Rollout konfigurierst du unter Patch-Verwaltung → Richtlinien. Der Tab Updates eines Geräts listet dessen ausstehende Updates und zeigt je Update, wann eine Richtlinie es eingeplant hat.
Wie Updates erkannt werden
- Unter Windows nutzt der Check denselben Update-Mechanismus wie die Windows Update-Einstellungen.
- Wenn deine Organisation Updates über WSUS (Windows Server Update Services) verwaltet, kann der Check trotzdem Updates melden, die dein WSUS-Administrator nicht freigegeben hat: Er durchsucht neben dem WSUS-Server auch Windows Update und Microsoft Update, sofern das Gerät diese erreicht.
- Unter Linux aktualisiert der Check die Paketquellen nicht selbst. apt, dnf und yum werten die zuletzt geladenen Paketlisten bzw. den lokalen Metadaten-Cache aus. Werden diese nicht regelmäßig aktualisiert, meldet der Check zu wenige Updates.
Update-Katalog
Unabhängig vom gerätebezogenen Check stellt octoja unter Patch-Verwaltung → Update-Katalog eine umgebungsweite Übersicht über jedes Update bereit. Der Katalog umfasst Windows- und macOS-Updates. Öffne ein Update aus dem Katalog, um zu sehen, ob es sicher ausgerollt werden kann: Die Detailseite zeigt seine Hinweise, seinen Blockierungsstatus und den Status des Updates auf jedem betroffenen Gerät.
Hinweise zu einem Update
octoja führt für jedes Update Hinweisinformationen zusammen, damit du ein problematisches Update erkennst, bevor es deine Geräte erreicht.
Ein problematisches Update blockieren
Wenn ein Update Probleme verursacht, kannst du verhindern, dass octoja es irgendwo installiert. Öffne das Update im Update-Katalog und klicke auf Update blockieren — mit optionalem Grund und optionalem Ablaufdatum. Blockierungen werden über die KB-Nummer geführt, daher erscheint die Schaltfläche bei Updates, die eine solche tragen. Blockieren und Freigeben erfordern die Berechtigung Patch-Richtlinien verwalten.
Die Blockierung gilt mandantenweit. Sie greift überall in deiner Umgebung, nicht nur für eine einzelne Patch-Richtlinie. Nach der Freigabe wird das Update gemäß deinen Patch-Richtlinien wieder installierbar.
Zurückgezogene Updates
Die Detailseite eines Updates listet jedes betroffene Gerät zusammen mit dem Status des Updates auf diesem Gerät. Ein macOS-Gerät zeigt Zurückgezogen, wenn softwareupdate das Update zum Installationszeitpunkt nicht mehr anbietet — Apple hat es zurückgezogen oder ein neueres Update hat es ersetzt. Derselbe Status erscheint in den Ergebnissen des Patch-Zyklus und zählt dort nicht als Fehlschlag, sodass ein Zyklus trotzdem sauber abschließt.
Tipps
- Beginne mit den Standardwerten (Warnung bei 1, Kritisch bei 10) und passe sie an deine Umgebung an.
- Verwende ein Konfigurationspaket, um den Check allen Geräten auf einmal zuzuweisen, anstatt jedes Gerät einzeln zu konfigurieren.
- Sieh dir den Tab Updates auf der Geräte-Detailseite an, um zu sehen, welche konkreten Updates ausstehen.
- Bevor du ein weitreichendes Update genehmigst, prüfe im Update-Katalog auf bekannte Probleme oder eine hohe Zahl unter Von anderen octoja-Nutzern gemeldet.
FAQ
Warum läuft die Windows-Update-Suche nach 300 Sekunden ab, obwohl der Health-Check erfolgreich ist?
Warum läuft die Windows-Update-Suche nach 300 Sekunden ab, obwohl der Health-Check erfolgreich ist?
Die Update-Suche hat das interne, nicht konfigurierbare Zeitlimit des Checks überschritten. Windows-Update-Agent-Zustand liest Verlauf und Richtlinieninformationen, statt dieselbe aktuelle Suche auszuführen. Er kann deshalb unabhängig davon erfolgreich sein.
Prüfe die konfigurierte Update-Quelle und den Netzwerkzugriff. Bleibt das Timeout bestehen, sende dem Support den Zeitpunkt, Agentenlogs und Fehler aus den Windows-Update-Ereignissen.
Soll ich WindowsUpdate_OctojaBackup löschen, um die Update-Suche zu reparieren?
Soll ich WindowsUpdate_OctojaBackup löschen, um die Update-Suche zu reparieren?
Nein. HKLM\SOFTWARE\Policies\Microsoft\Windows\WindowsUpdate_OctojaBackup bewahrt die ursprüngliche Update-Richtlinie für die Wiederherstellung auf. Der Schlüssel belegt keine fehlgeschlagene Suche; eine dort gespeicherte Adresse sagt nicht aus, welchen Update-Server Windows aktuell verwendet.
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