Prozessüberwachung
Überwache, ob wichtige Prozesse auf deinen Geräten laufen, und lass dich bei Abstürzen oder zu hohem Speicherverbrauch warnen.
Der Check Prozessüberwachung prüft, ob bestimmte Prozesse auf einem Gerät laufen. Er meldet den Status Warnung oder Kritisch, wenn ein erforderlicher Prozess stoppt — und erkennt so Anwendungsabstürze, fehlgeschlagene Dienste und beendete Hintergrundaufgaben. Außerdem erfasst er, wie viele Instanzen laufen, und überwacht optional ihren Speicherverbrauch. Der Check läuft unter Windows, Linux und macOS standardmäßig alle 5 Minuten.
Voraussetzungen
- Du benötigst die Berechtigung Monitoring-Check-Verwaltung.
- Auf dem Gerät muss ein octoja-Agent installiert sein. Der Check läuft auf dem Gerät selbst und wird deshalb für agentenlose Netzwerkgeräte nicht angeboten.
Schritte

- Gehe zu Geräte und öffne das Gerät.
- Klicke auf den Tab Checks → Check hinzufügen.
- Suche Prozessüberwachung unter Dienste oder gib den Namen in das Suchfeld ein und klicke auf Hinzufügen.
- Gib im Tab Konfiguration unter Anzeigename einen Namen ein — darunter erscheint der Check auf dem Gerät, zum Beispiel
Druckwarteschlange. Check hinzufügen bleibt deaktiviert, bis du ihn ausgefüllt hast. - Füge unter Zu überwachende Prozesse einen oder mehrere Prozesse hinzu, zum Beispiel
nginxodersqlservr, und wähle jeweils die Alarmstufe und optional Max. Speicher. - Optional: Wähle im Tab Alarmierung eine Alarmkonfiguration aus. Neue Checks starten mit Keine Alarmierung — das Ergebnis erscheint am Gerät, aber niemand wird benachrichtigt.
- Klicke auf Check hinzufügen, um die Konfiguration zu speichern.
Nach dem ersten Durchlauf siehst du das Ergebnis im Tab Checks des Geräts.
Einstellungen
Verwende den Prozessnamen, wie er im Task-Manager oder in der ps-Ausgabe erscheint, ohne Dateierweiterung. Zum Beispiel sqlservr, nicht sqlservr.exe.
Ergebnisse
Der Check meldet das schwerwiegendste Ergebnis aller überwachten Prozesse: Kritisch geht vor Warnung, und der Check ist nur dann OK, wenn jeder Prozess besteht.
- Läuft ein Prozess nicht, meldet der Check die für ihn eingestellte Alarmstufe.
- Überschreitet der kombinierte Speicherverbrauch Max. Speicher, meldet der Check eine Warnung.
- Wenn die Prozessliste leer ist oder nur leere Einträge enthält, liefert der Check ein Warnungs-Ergebnis.
- Kann der Agent einen Prozess gar nicht abfragen (z. B. Zugriff verweigert bei der Abfrage), wird dieser Prozess als Kritisch gemeldet.
Erfasste Metriken:
- Geprüfte Prozesse (gesamt)
- Prozess-Laufstatus (ja / nein)
- Instanzanzahl
- Speicherverbrauch (MB) pro Prozess, summiert über alle Instanzen
- Anzahl Zugriffsverweigerungen (Instanzen, die der Agent nicht lesen konnte)
Wenn mehrere Instanzen desselben Prozesses laufen, werden alle gezählt und ihr kombinierter Speicherverbrauch gemeldet. Instanzen, die der Agent nicht lesen kann, zählen in die Zugriffsverweigerungen; ihr Speicher fließt nicht in den gemeldeten Gesamtwert ein.
Details pro Prozess erscheinen in der Check-Detailansicht nur für Prozesse mit einem Problem — mit Instanzanzahl und Speicherverbrauch. Wenn alles in Ordnung ist, zeigt die Detailansicht eine einzelne Zusammenfassungszeile („Alle N Prozesse laufen.“) ohne Metriken pro Prozess.
Tipps
- Setze die Alarmstufe auf Kritisch für essenzielle Prozesse (Datenbank-Engines, Webserver). Verwende Warnung für Nice-to-have-Prozesse. Neue Einträge starten mit Warnung.
- Der Max. Speicher-Schwellenwert erkennt Speicherlecks. Richte den Wert am Gesamtverbrauch aller Instanzen aus, nicht an einer einzelnen Instanz. Das 2–3-fache des normalen Arbeitsspeichers ist ein guter Startwert.
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